
Foto: Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW
Energieeffizienz steht derzeit hoch im Kurs. Davon sind auch Gewächshäuser nicht ausgenommen. Die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW arbeitet seit einigen Jahren an der Temperaturführung durch Temperatur-Integration (TI) bei Gewächshauskulturen. Je nach Kultur kann man durch diese besondere Bewirtschaftung 10 bis 30 Prozent Energie einsparen.
Temperaturschwankungen um den Optimalwert verkraften Pflanzen ohne Ertragsverluste. Auf dieser Annahme basiert das Prinzip der Temperatur-Integration (TI). An sonnigen Tagen führt eine Verzögerung der Lüftung zu einem Temperaturanstieg im Gewächshaus. So kommt es tagsüber zu einem Temperaturgewinn, welcher durch die kälteren Nachttemperaturen ausgeglichen wird. Die so erzielten Temperaturmittelwerte entsprechen einer klassischen Temperaturführung. Während der Heizperiode erfolgt die Temperatur-Integration.
Die Schweizer Forscher haben Versuche bei Rosen und Tomaten in Substrat-Kulturen vorgenommen. Die Ergebnisse sind vielversprechend. So konnte durch die Temperatur-Integration bei Rosen 10 Prozent und bei Tomaten zwischen 15 und 35 Prozent Energie eingespart werden. Diese Art der Temperaturführung hat keine Auswirkungen auf die Erträge und Stängellänge noch auf die Lebensdauer der Rose in der Vase. Keine Einflüsse auf die analytische Qualität der Früchte hat die Temperatur-Integration bei den Tomaten.

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