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Wissenswertes über Adobe-Bauten

Foto: pixelio.de / Dieter Schütz

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Vieles was in Technik und Konstruktionen von uns Menschen angewendet wird, findet seinen Ursprung im Vorbild der Natur. So ist es auch beim Lehmsteinbau (Adobe). Das Prinzip der Wärmepuffer macht sich beispielsweise auch der Töpfervogel zu Eigen. Aber auch manche Termitenarten nutzen Lehm als Baustoff. Adobe ist Lehm vermischt mit Zusatzstoffen wie etwa Pflanzenteilen. Dieses natürliche Baumaterial weist eine besonders gute Wärmespeicherfähigkeit auf.

Kurz gesagt kann man Adobe-Bauten über folgende Kriterien charakterisieren:
- sehr dicke Wände
- Speichermasseprinzip
- Luftfeuchtigkeit kann nach außen abgegeben werden
- Angenehmes Raumklima, aufgrund konstanter Temperaturen

Ein besonders großer Vorteil solcher Lehmbauten ist die Fähigkeit, dass sich die Temperatur im inneren jeweils auf einem ungefähren Mittelwert zwischen Tages und Nachttemperatur einpendelt.

Die ersten Adobe-Bauten der Menschen sollen bereits circa 8500 vor Christus im Zweistromland entstanden sein. In einigen Regionen wird heute noch genauso gebaut. Weil Adobe keine sehr günstigen statischen Eigenschaften hat, sind die Wände solcher Bauten in der Regel sehr dick. Dadurch wird aber auch die Temperatur ausgleichende Fähigkeit sehr begünstigt. Aus Adobe gefertigte Wände sind nämlich in der Lage Luftfeuchtigkeit aufzunehmen und nach außen zu leiten. Unverkleidete Adobe-Bauten sind gegen Regen allerdings nur bedingt resistent.

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