Garten

Zimmerpflanzen: Zurückschneiden bitte

Foto: Christine Schonschek

Foto: Christine Schonschek

Eine echte Frühjahrskur kann man so mancher schlecht oder unregelmäßig gedeihenden Zimmerpflanzen verpassen, indem man diese etwas zurückschneidet. Darüber hinaus gibt es auch noch einen anderen Grund weshalb Zimmerpflanzen zurück geschnitten werden sollten. Etwa weil sie schlichtweg zu groß werden. Jetzt im März ist der beste Zeitpunkt zum Zurückschneiden, weil die Pflanze ihre Ruhezeit nun beendet. Denn ein solcher Rückschnitt sollte unbedingt vor dem neuen Austrieb sowie auch vor dem Umtopfen durchgeführt werden.

Das Werkzeug

Als Werkzeug kommt für Pflanzen mit hölzernen Trieben eine Rosenschere in Betracht. Hingegen reicht für weiche Pflanzen auch ein scharfes Küchenmesser beziehungsweise eine sehr gut schneidende Küchenschere aus. Bei manchen Zimmerpflanzen braucht man sogar überhaupt kein Werkzeug zum Einkürzen.

Zurückschneiden erlaubt

Zu den Zimmerpflanzen welche einen starken Rückschnitt verkraften können gehören unter anderem die Buntnesseln (Solenostemon scutellarioides), Dipladenie (Dipladenia), Roseneibisch (Hibiscus), Topfrose (Rosa), Passionsblume (Passiflora), Schönmalve (Abutilon), Wasserranke (Tradeskantie) und Zimmerhopfen (Beloperone). Gerade für ältere Zimmerpflanzen kann so ein Rückschnitt ein echter Jungbrunnen sein.

Gründe für’s schneiden

Manche Pflanzen blühen erst nach einem Rückschnitt richtig, weil durch das Stutzen die Pflanze zur Bildung neuer Seitentriebe angeregt wird. Daran wachsen dann neue Blätter und Knospen. Direkt nach dem Rückschnitt mag die Pflanze vielleicht etwas kahl aussehen. Doch darüber muss man sich keine Sorgen machen. Nach rund zwei bis drei Monaten zeigt sich die Pflanze im neuen Glanz. Auch kann man durch den Rückschnitt die Zimmerpflanze auf eine passable Größe reduzieren beziehungsweise ihr die gewünschte Form geben.

Zweierlei (Schnitt)Maßnahmen

Bei Pflanzen die im Wohnraum kultiviert werden unterscheidet man zwischen zwei “Verjüngungs”-Maßnahmen. Während man mit einem Werkzeug wie Messer oder Schere einen Rückschnitt der Pflanze vornimmt, kann man bei manchen auch mit der Hand Triebe entfernen. Dazu werden mit dem Daumen- und Zeigefingernagel nur die kurze Spitze eines Triebs (zwischen ein bis drei Zentimeter) ausgebrochen. Dieses behutsame Einkürzen einer Pflanze bezeichnet man auch als Entspitzen oder Pinzieren

Wo die Schnitte erfolgen

Die jeweiligen Triebe kürzt man bis knapp über dem obersten schlafenden Auge ein. Bei den meisten Pflanzen heilen diese Schnittwunden rasch. Achten sollte man darauf keinen zu drastischen Schnitt am Stengel durchzuführen. Dies kann nämlich zur Folge haben, dass der komplette Trieb abstirbt.

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