Foto: pixelio.de / Maren Beßler
Noch ehe die Gartensaison richtig beginnt, sollten Hobbygärtner die Fruchtfolge im Nutzgarten planen. Das heißt, sie sollten sich überlegen auf welchem Beet welche Nutzpflanzen angebaut werden können. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen weist darauf hin, dass eine Fruchtfolge im Nutzgarten förderlich ist. Denn wenn nur wenige Arten angebaut werden, hat ein einseitiger Nährstoffentzug eine Verarmung des Bodens zur Folge. Dies wiederum führt oftmals zu Krankheiten und einer leichteren Ausbreitung von Schädlingen.
Aber auch Reste alter Pflanzenwurzeln können durch ihre Zersetzung das Wachstum der nachfolgenden gleichen Pflanzenart hemmen. Eine gute Vorbeugemaßnahme, um die Pflanzen gesund zu erhalten, kann also durchaus eine ausgewogene Fruchtfolge sein.
Anders als in der Landwirtschaft muss man im Haus- und Kleingarten keinen festen drei- oder fünfjährigen Fruchtfolgewechsel einhalten. Berücksichtigt werden sollten jedoch im Anbauplan die Pflanzenarten und -familien. Gänzlich vermeiden sollten Hobbygärtner einen nachfolgenden Anbau von Pflanzen, welche aus der gleichen Familie stammen. Experten vertreten die Meinung, dass die gleiche Pflanzenart frühestens nach drei Jahren wieder auf derselben Fläche angebaut werden sollten. Bei manchen Kulturpflanzen ist es ratsam eine noch längere Pause – von vier und mehr Jahren – einzulegen, zum Beispiel bei Kohlgewächsen sowie auch bei Erbsen.
Um eine Fruchtfolge planen zu können, teilt man den Nutzgarten auf in mehrere Beete. Unterschieden werden zwischen Starkzehrern, wozu etwa Gurken, Kartoffeln, Tomaten, Kohl- und auch Kürbisarten gehören, Mittelstarkzehrern, dazu gehören etwa Erdbeeren, einjährige Blumen, Salate, Sellerie, Spinat, Porree , Radies oder Rote Bete sowie Schwachzehrern, wie beispielsweise Hülsenfrüchte, Kräuter, Möhren und Zwiebeln.
Möglich wäre eine Wechsel auf einem Beet mit guter Bodenvorbereitung und Kompostdüngung bei dem an sich hieran orientiert:
Rund fünf Kilogramm Kompost pro Quadratmeter für Starkzehrer.
Daraufhin folgen Mittelstarkzehrer, die dann noch zwei Kilogramm Kompost je Quadratmeter erhalten.
Im Anschluss können dann ohne jegliche Düngung noch Schwachzehrer angebaut werden.
Verschiedene Kulturen innerhalb dieser Gruppen können sich auch ein Beet teilen. Gut zueinander passen zum Beispiel Porree und Salate, Karotten und Zwiebeln sowie Tomaten und Kohl.

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