Garten besser mit PVC- freiem Schlauch bewässern
(Bild: pixelio.de) Viele Pflanzen im Hausgarten sind während längerer Trockenperioden auf künstliche Bewässerung angewiesen. Dafür verwendet der Gärtner in der Regel einen Gartenschlauch. Viele Gartenschläuche bestehen aus PVC. Wie die Zeitschrift Öko-Test herausgefunden hat, sind jedoch in PVC-Schläuche oftmals Schadstoffe enthalten.
Nachgewiesen haben die Tester beispielsweise Stabilisatoren aus zinnorganischen Verbindungen, die das menschliche Immunsystem beeinflussen können. Aber auch Schwermetalle wie Blei oder den Weichmacher Phthalat, der im Verdacht steht hormonell zu wirken, wurden bei der Untersuchung entdeckt. Werden diese Stoffe aus dem Schlauch gelöst, so gelangen sie über den Erdboden in die Umwelt aber auch ins dort wachsende Obst und Gemüse, dass später auf dem Teller landet. Vor allem im Sommer bei hohen Temperaturen kann abgestandenes Wasser besonders belastet sein. Deshalb empfiehlt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) das Wasser aus einem PVC-haltigen Gartenschlauch weder zum Trinken noch zum Duschen zu verwenden. Im Sinne der Umwelt und der Gesundheit rät der BUND PVC-freie Gartenschläuche zu verwenden. Als ökologische Alternativen zum PVC-Gartenschlauch lassen sich Schläuche aus dem Ersatzmaterial Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk, in der Abkürzung EPDM, oder aus Gummi einsetzen. Allerdings sind diese PVC-freien Alternativen sogar im Fachhandel schwerer zu finden und wiegen mehr als ihre weit verbreiteten Kollegen mit PVC. Ganz Vorsichtige können auch einen Trinkwasserschlauch verwenden. Dieser kostet zwar mehr, muss dafür aber die entsprechenden Vorgaben der Gesundheitsämter erfüllen.