Ungebetene Gäste

Photocase(Bild: Photocase) Da saß ich am Sonntag bei herrlichem Sommerwetter mit meinem Mann draußen beim Mittagessen, als sich ein ungebetener Gast zu uns gesellt. Eine Wespe hat unser duftendes Steak wohl als Einladung verstanden und wollte sich ebenfalls daran stärken. Jetzt im August erreichen die Wespenstaaten ihre größte Stärke und können besonders bei den Mahlzeiten schon lästig werden. Allerdings sind Wespen besser als ihr Ruf, so der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland.

Denn Wespen vertilgen andere Insekten und sind deshalb nützliche Tiere. Wer gern im Freien ist freut sich jedoch wenig über den Besuch der schwarz-gelben Insekten. Von den 16 in Deutschland lebenden Arten, die zur den sozialen Faltenwespen gehören, werden dem Menschen jedoch nur zwei Arten lästig und zwar die Gewöhnliche Wespe (Paravespula vulgaris) und die Deutsche Wespe (Paravespula germanica). Vor allem im August und September, wenn ihr Bedarf an Kohlenhydraten hoch ist, laben sich die surrenden Tierchen gerne an Eis, Kuchen, Obst sowie süßen Getränken. Deshalb ist besonders beim Kaffeekränzchen im Freien Vorsicht geboten. Um kritischen Situationen vorzubeugen ist es empfehlenswert Süßspeisen sowie Getränke nicht draußen stehen zu lassen beziehungsweise abzudecken. Hat man sich dann vielleicht gerade eine Tasse herrlich duftenden Kaffee eingeschenkt und ein Stück frisch gebackenen Pflaumenkuchen auf den Teller gelegt, dann kommen meist auch die hungrigen Wespen angeflogen. Wichtig ist dann vor allem Ruhe zu bewahren. Hektische Bewegungen können die Wespen agressiv machen, so dass diese schneller bereit sind ihren Stachel einzusetzen. Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch zu einem Stich, dann sollte die Einstichstelle gekühlt werden damit die Schwellung nicht zu groß wird. Bei Stichen im Mund-Rachenraum ist sofort ein Arzt zu konsultieren. Bis dieser eintrifft ist es ganz wichtig, dass der Betreffende Eis lutscht. Wespenstichallergiker brauchen umgehend einen Arzt.

Weg von hier!?

Um Wespen vom Gartentisch fernzuhalten empfiehlt es sich einige Verhaltensregeln zu beachten. Zusätzlich kann man auch Wespenfallen selbst herstellen, die man in einiger Entfernung vom Tisch aufstellt, damit die Plagegeister dorthin und nicht zum gedeckten Gartentisch fliegen. Wespennester sollten nicht zerstört, umgesetzt oder die Tiere aus ihrer Behausung vertrieben werden, denn dadurch fühlen sich die Wespen bedroht und greifen mit großer Wahrscheinlichkeit an. Befindet sich das Nest in einem Bereich, denn man nicht meiden kann, wie beispielsweise dem Eingangsbereich, dann kann ein speziell ausgebildeten Fachmann, beispielsweise von der Feuerwehr, das Nest umsetzen. Auch sind bestimmte Arten besonders geschützt, was in der Bundesartenschutzverordnung festgelegt ist. Deshalb und auch weil Wespen nur einen Sommer lang leben und zukünftige Staaten neue Nester bauen und nicht in vorhandene Nester einziehen, sollte man sich vom Sachverständigen beraten lassen, ob Bekämpfungsmaßnahmen notwendig beziehungsweise erlaubt sind. Besonders Naturverbundene können auch im Garten ein Insektenhotel errichten und hoffen, dass sich Nützlinge darin niederlassen.

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