Foto: Christine Schonschek
Eigentlich denkt man bei den roten oder grünen Stangen eher an Obst, doch botanisch gesehen gehört der Rhabarber ‘Rheum rhabarbarum’ zu den Gemüsesorten. Er gehört zur Familie der Knöterichgewächse. Jetzt bevor die Rhaberer-Saison Mitte Juni endet, sollte man ruhig noch zugreifen, denn das Stielgemüse ist recht gesund. Allerdings gilt je weiter die Saison voranschreitet, desto höher wird der Oxalgehalt der Stängel. Schmecken kann man dies indem die Stangen immer saurer werden.
Kombination mit Milchprodukten
Um die Oxalsäure etwas zu mildern empfiehlt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen Rhabarber zusammen mit Milchprodukten wie Vanillesoße, Jogurt, Quark, Sahne, Griesbrei zu genießen. Dadurch wird das Gemüse bekömmlicher. Das Aroma lässt sich mit Geschmackszugaben wie etwa Vanille, Zimt oder Ingwer abrunden und verfeinern.
Rhabarber lässt sich einteilen in drei Sorten
Besonders sauer
Es gibt Rhabarberstangen mit grünem Stiel und grünem Fruchtfleisch. Diese Sorte gehört zu den sauersten und eignet sich daher ideal für Konfitüre und Kompott.
Herb-säuerlich
Bei einer anderen Sorte verbirgt sich unter der roten Haut ein grünes Fruchtfleisch. Diese ist nicht ganz so sauer und eignet sich gut für Kuchen oder auch herzhafte Gerichte.
Leichte Himbeernote
Der Rhabarber mit rotem Stiel und rotem Fruchtfleisch ist eher mild im Geschmack und erinnert ein wenig an das Aroma von Himbeeren. Dieser durch und durch rote Rhabarber passt optimal zu Eis und Desserts.
Kalorienarm und reich an Vitamin C
Die festen, glänzenden Stangen enthalten viel Vitamin C sowie durchschnittliche Vitamingehalte an Beta-Carotin, B1, B2 und Niacin. Zudem ist das Gemüse ein guter Kalium-Lieferant. Eingewickelt in ein feuchtes Tuch kann man frischen Rhabarber im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu vier Tage lagern. Vor der Zubereitung werden die Stangen gründlich gewaschen. Danach tupft man sie mit einem Küchentuch trocken und entfernt die äußeren Fasern vom Stielende her. Anschließend werden die Stangen in Stücke geschnitten blanchiert oder gekocht. Weil beim Kochen ein Teil der Säure ins Kochwasser übergeht, sollte man dieses nach dem ersten Aufkochen weggießen und erst nach danach süßen.
Pflanzenpflege und Ernte
Auf einen kurzen Nenner gebracht, kann der Rhabarber im Frühjahr oder im Herbst gepflanzt werden. Auch ist eine Düngung im späten Frühling – allerdings erst nach der Erntezeit – oder im Herbst angebracht. Im Sommer muss er gegossen und im Winter lediglich vor zu starken Frösten geschützt werden. An den Standort stellt der Rhabarber folgende Ansprüche: Mittlere bis schwere Böden, die zwar viel Wasser speichern können trotzdem keine Staunässe bilden. Gut geeignet sind daher Humus- oder Lehmböden. Geerntet wird indem die Stangen nahe am Boden gepackt und leicht zur Seite gedreht und mit einem Ruck herausgebrochen werden. Sinnvoll ist es aufkommende Blüten zu entfernen, um zu verhindern dass die Pflanze zu viel Kraft hineinsteckt.

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