Hochsaison für lila Früchtchen
(Bild: pixelio.de) Egal ob Pflaumen oder Zwetschgen, die süßen Früchte mit der blauen oder violettfarbenen Schale und dem goldgelben bis leicht rötlichen Fruchtfleisch sind jetzt reif. Mit den leckeren Steinfrüchten kann man allerlei anfangen. Weltweit sind über 2.000 Sorten der Sommerfrüchte bekannt, die sich in Farbe, Form, Größe, Aroma und Erntezeit voneinander unterscheiden Doch wie kann man eigentlich Zwetschgen von Pflaumen unterscheiden?
Zwetschgen, auch Zwetschen oder Zwetschken genannt, sind eine Unterart der Pflaumen (Prunus domestica), die zur Familie der Rosengewächse gehören. Von außen kann man Zwetschgen an ihrer länglich-ovalen Form mit dem spitzen Ende ohne Fruchtnaht erkennen. Unter ihrer bläulich violetten Schale verbirgt die Zwetschge ihr grünlich-gelb gefärbtes Fruchtfleisch. Das Fruchtfleisch der meist rundlich geformten Pflaume ist dagegen ganz tief im Innersten eher rötlich. Eine eindeutige Unterscheidung ist durch die vielen Kreuzungen die es gibt nicht so ganz einfach. Aber egal ob es sich um Rund-, Kirsch- oder Eierpflaumen oder eine der Zwetschgensorten wie etwa Fellenberger-, Bühler- oder Deutsche Hauszwetschge handelt, Hauptsache ist dass sie schmecken. Gesund sind die säuerlich bis süßen Steinfrüchte auch, denn sie enthalten unter anderem Carotinoide und Flavonoide, die für den Zellschutz verantwortlich sind und die “freie Radikale” im Körper unschädlich machen können. Außerdem sind auch wertvolle Vitamine, wie Provitamin A und fast alle B-Vitamine, und Mineralstoffe in den lila Früchtchen enthalten. In der Küche lassen sich die Früchte sehr vielseitig zubereiten. Weil Pflaumen meist noch etwas saftiger als Zwetschgen sind, werden sie gerne in Soßen, Suppen und Aufläufen verwendet. Aber auch Mus, Marmeladen und eingelegte Früchte sind sehr lecker. Ich selbst mag Zwetschgen zum Beispiel am liebsten auf einem lockeren Hefeteig gebacken und mit Zimt-Zucker bestreut. Dieser so genannten “Zwetschgendatschi” schmeckt am besten noch lauwarm und dazu sollte eine Tasse heißer duftender Kaffee oder für die Kinder Kakao nicht fehlen!
Da die Steinfrüchte nach dem Ernten so gut wie nicht nachreifen, sollte sie natürlich erst wenn sie wirklich reif sind gepflückt werden. Kann man sich mit den leckeren Früchten nicht aus dem eigenen Garten bedienen, sollte man beim Einkauf auf regionale Ware ebenso achten wie auf die weißliche Wachsschicht, auch Duftfilm genannt. Dieser sollte möglichst unbeschädigt sein und erst kurz vor der Zubereitung oder dem Verzehr abgewaschen werden.