Foto: Ute Pelz / pixelio.de
Während im Winter die Wäsche im Keller relativ schnell trocken wird, dauert dies im Sommer schier ewig. Doch weshalb ist das so ist? Und was muss man tun, um jetzt im Sommer einen Feuchtestau im Wäschekeller zu vermeiden? Die lange Trocknungsdauer im sommerlichen Wäschekeller hat einen einfachen Grund.
Die Bauteilmasse des Untergeschosses benötigt recht lange, bis sie sich entsprechend erwärmt hat. Die Wände und Bodenflächen im Keller sind daher im Sommer normalerweise wesentlich kälter als die Außentemperatur. Dazu kommt, dass durch die geöffneten Kellerfenster Außenluft einströmt, die mehr Feuchtigkeit als im Winter enthält. Durch die frische Wäsche kommt dann noch weitere Feuchtigkeit hinzu. Wenn die feuchte Luft mit den kalten Kelleraußenwänden in Berührung kommt, bildet sich Kondenswasser, welches von den mineralischen Baustoffen zunächst absorbiert wird. Je Quadratmeter können bis zu etwa 20 Liter Wasser aufgenommen werden, sofern dies nicht durch zu dichte Oberflächenbeschichtungen verhindert wird. Ist dieser Wert überschritten, dann fangen die Wände an zu “schwitzen”. Die Schwitzbildung tritt früher ein, wenn das Haus im Grundwasser steht. Wenn möglich sollte im Sommer die Wäsche also im Freien getrocknet werden.
Zur Beseitigung von sommerlichem Schwitzwasser im Keller sollte man bei schwülem Wetter auf keinen Fall die Fenster aufmachen. Denn so wird der Tauwasser-Effekt nur noch verstärkt. Ratsam ist es im Sommer den Keller über Nacht zu lüften, denn dann ist die Luft kälter und enthält weniger Feuchtigkeit. Um zu kontrollieren, ob die relative Luftfeuchtigkeit weniger als 60 Prozent beträgt, hilft ein Hygrometer. Dieses sollte man vor allem dann in Kombination mit einem Luftentfeuchter einsetzen, wenn man im Keller Akten oder Bücher aufbewahren möchte.
Vor einer nachträglichen Wärmedämmung des Kellers von Innen raten die Experten von T ÜV S ÜD dringend ab. Denn dadurch wird das Risiko einer Schimmelbildung erhöht. Vor allem wenn eine Betonwand im Keller mit Polystyrol gedämmt wird, kann dies zur Folge haben, dass durch die Ritzen zwischen der Dämmung feuchte Luft gerät und an der kalten Wand kondensiert. Von außen kann man dann die Schimmelbildung aber gar nicht sehen. Damit so etwas nicht passiert müsste die Dämmung so aufgebracht werden dass sie luftdicht ist. Alternativ kann man für die Dämmung auch stark saugenden Kalziumsilikatplatten verwenden oder aber das Kellergeschoss von außen dämmen.

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