
Foto: Thorben Wengert / pixelio.de
Wer keine Garage aber zumindest einen Stellplatz für den PKW vor der Tür hat, sollte jetzt über einen Carport nachdenken. Denn leider wird es wohl gar nicht mehr lang dauern bis es wieder ans Eiskratzen geht. Daher hier ein paar Hinweise, welche bei der Planung für eine solche Fahrzeugüberdachung nützlich sein können.
Baugenehmigung: Im Zweifelsfall nachfragen!
Etwas Zeit und Geld kostet die Montage eines Carports schon. Aus diesem Grund sollte man sicherheitshalber vor dem Beginn der Planungen die rechtliche Seite abchecken. Dazu gehört die Klärung von Fragen wie: Darf der Carport überhaupt vor das Reihenmittelhaus, an die Grenze zum Nachbarn oder in die Einfahrt gesetzt werden? Denn letztlich muss man – falls eine Baugenehmigung erforderlich ist – ja schon den Standort dafür kennen. Im Zweifelsfall ist es empfehlenswert sich im Bauamt zu erkundigen, ob eine Baugenehmigung erforderlich bzw. ob es gewisse behördliche Auflagen an dem entsprechenden Wohnort gibt. Falls eine Baugenehmigung verlangt wird, wird in der Regel folgendes benötigt:
- Förmlicher Antrag
- Lageplan mit dem Aufstellort
- Flurkartenauszug vom Katasteramt
- Zeichnung inklusive Statikberechnung
Doch selbst dann wenn kein Bauantrag erforderlich ist, sollte man anstelle einer Spontanaktion erst einmal gut Planen.
Finanzielles
Ein ebenso wichtiger Teil wie die rechtliche Sache ist die Abklärung der finanziellen Möglichkeiten. Für einen schlichten Carport sollten Selbstabholer für einen Heimwerkerbausatz mit rund 400 bis 700 Euro rechnen. Mitunter kann jedoch ein Einzelcarport mit Flachdach selbst, wenn preisgünstige Kiefer oder Fichte verwendet wird durchaus etwa 1.200 bis 1.500 Euro kosten. Diese Kosten verdoppeln sich dann nochmals, wenn die Konstruktion durch ein Satteldach oder Bogenelemente aufgewertet werden soll. Kostspielig können Designer-Carports werden. Dafür erhält man allerdings bei den Preisen ab circa 6.000 Euro hochwertige Materialen wie Stahl, Aluminium, Glas und edle Hölzer.
Grundsatzentscheidung: DIY oder Handwerksbetrieb
Wer nicht so gerne handwerklich tätig ist beauftragt eine Baufirma. Passionierte Heimwerker allerdings werden mit Sicherheit selbst Hand anlegen. In gut sortierten Baumärkten bekommen sie die notwendigen Bauteile und Werkzeuge dazu. Besonders praktisch sind Bausätze. Viele Händler sowie auch Hersteller bieten einen Bis-vor-die-Haustür-Lieferservice an. Wichtig ist in dem Fall aber, dass eine ausführliche Aufbau-Anleitung im Lieferumfang enthalten ist. Auch lohnt es sich auf die Garantiebedingungen zu achten. Zum Teil kann es auch passieren, dass reine Holzbaufirmen nur das Grundgerüst liefern, aber kein Zubehör wie Stahlanker für die Fundamente oder Dachziegel anbieten.
Weitere Überlegungen
Fehlt im Haus der Stauraum für Winterreifen, Gartenmöbel / -werkzeug, Fahrräder und anderen frostverträglichen Hausrat, dann kann ein Carport mit Abstellraum sinnvoll sein. Wer auf die Umwelt bedacht ist, sollte sich überlegen ob das Carportdach begrünt und oder mit einer Photovoltaikanlage ausgerüstet werden kann.

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