Foto: Christine Schonschek
Jetzt da die Gartensaison sich langsam dem Ende zuneigt, liegen wieder die Beete für drinnen im Trend. Solche Mini-Gärten für die Anzucht von Salaten wie Rucola oder auch Sprossen wie Radieschen oder Kresse sind zum Teil inklusive Samen und Pflanzerde im Supermarkt erhältlich. Mit den geeigneten “Zutaten” kann man sie aber auch selber machen.
Was man dazu braucht ist eigentlich nicht viel:
ein kleiner Pflanzkasten oder Blumentopf
Anzuchterde
Als Sämereien eignen sich beispielsweise:
Basilikum, Borretsch, Kresse, Koriander, Rucola oder auch Samen von Gemüsesorten im Miniformat wie Radieschen bzw. Mini-Brokkoli, Mini-Rote Beete oder ähnliche.
Allerdings sollte zur Keimlingszucht kein konventionelles Saatgut verwendet werden. Hat man keine Bio-Sämereien zur Hand, dann sollte man keine Sprossen davon ziehen, sondern die Pflanzen größer werden lassen. Möglich ist dies etwa bei Rucola oder bei vielen Kräutersamen.
Zur Sprossenzucht eignen sich grundsätzlich die Samen aller Pflanzenarten an, bei denen die Blätter, Stängel sowie Früchte essbar sind. Gänzlich ungeeignet sind für die Keimlingszucht sind die Samen von Nachschattengewächsen wie Kartoffeln und Tomaten und das Saatgut von Gartenbohnen, weil diese Giftstoffe enthalten.
Die Anzuchterde gibt man in den Kasten oder Blumentopf. Darauf werden die Samen gut verteilt und gut angegossen. Dieses Mini-Beet stellt man an einen warmen hellen Platz. Um ein Gewächshausklima zu erzeugen, kann man den Pflanztopf auch mit einer Klarsichtfolie zudecken, der mit einem Gummiring befestigt wird. An warmen Tagen darf der Wohnzimmergarten auch ruhig mal zwischendurch nach draußen gestellt werden. Doch sollte man es dann abends wieder nach drinnen stellen. Bleiben die Samen dauerhaft feucht – aber nicht nass – dann kann man je nach Art nach etwa 10 bis 14 Tagen die vitaminreichen Keimlinge ernten und direkt genießen.

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