
Foto: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio.de
Vom 5. bis 11. September wird die Weltwasserwoche 2010 begangen wird. Nur wenige Tage danach, vom 13. bis 17. September findet in München die Messe IFAT ENTSORGA statt. Dort stellen Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft – passend zur Weltwasserwoche – ihre Arbeiten zur Gewinnung von Pflanzennährstoffen aus Abwasser vor. Denn schließlich sind im Abwasser wertvolle Nährstoffe enthalten. Stickstoff, Phosphor und Kalium spielen im Ackerbau eine sehr entscheidende Rolle – ohne sie können Pflanzen nicht gedeihen.
Damit die wachsende Weltbevölkerung mit Nahrung versorgt werden kann steigt der Bedarf an mineralischen Nährstoffen. Allerdings werden die Vorkommen an Rohphosphaten, die zur Herstellung von Phosphordünger benötigt werden, immer knapper. Aus diesen Gründen arbeiten Forscher des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart daran aus Abwasser wertvolle Pflanzennährstoffe zu gewinnen.
Momentan wird beispielsweise der Wertstoff Phosphat mit Hilfe von Aluminium- oder Eisensalzen aus dem Abwasser entfernt. Allerdings sind Aluminium- und Eisenphosphatsalze schon in geringer Konzentration toxisch für Pflanzen, erläutern die Forscher. Deshalb können sie nicht als Dünger verwendet werden.
Entwickelt werden von den Fraunhofer Forschern Methoden mit deren Hilfe Magnesium-Ammonium-Phosphat und organisches Phosphor aus Abwasser gewonnen werden kann. Diese sollen dann direkt als vollwertiges Produkt vermarktet werden können. So dass sich damit je nach Eigenschaften der Böden und Anbaupflanzen die landwirtschaftlichen Flächen düngen lassen.

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[...] Gesammelt und aufbereitet werden der Urin und die Fäkalien. Denn die darin enthaltenden Pflanzennährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium sowie Kohlenstoffverbindungen können genutzt werden, um sie im [...]