Helenium: Staude des Jahres 2008
(Bilder: pixelio.de) Langsam neigt sich das Jahr dem Ende zu und die verschiedenen Gremien stellen so nach und nach die Flora und Fauna des Jahres 2008 vor. So wählte der Bund deutscher Staudengärtner (BdS) mit der Sonnenbraut (Helenium) eine strahlende Schönheit zur Staude des Jahres 2008. Die Pflanze verbreitet mit ihren Blüten in herrlich warmen Gelb-, Rot- oder Brauntönen eine fröhliche Leuchtpracht.
Die ursprüngliche Heimat des Sonnenkindes ist die nordamerikanische Prärie. Deshalb gedeiht die Staude an einem vollsonnigen und nicht zu trockenen Standort besonders gut. Die Blüten, die an fröhliche Sonnengesichter erinnern, passen gut in den Bauerngarten. Die Sonnenbraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die fruchtbare Blütenmitte oft in den Farben Braun, Gelb oder Grün wird umrahmt von einem Kranz unfruchtbarer Strahlenblüten. Die Hauptblütezeit dieses Korbblütlers erstreckt sich von Juli bis September und teilweise bis hinein in den Oktober. Ihren Namen verdankt die Staude dem Aussehen ihrer Blüten, die an die Sonne erinnert. So verlieh ihr der schwedische Botaniker Carl von Linné in Anlehnung an den griechischen Sonnengott Helios den Namen Helenium. Im Blütenreigen macht die Wilde Sonnenbraut (Helenium hoopesii) im Frühsommer den Anfang. Diese Art lässt sich an den leicht hängenden und orangegelben Blütenblättern erkennen. Sie erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 70 Zentimeter und bringt dazu bis zu 30 Zentimeter lange lanzenförmige Blätter hervor. Ebenfalls bis zu 70 Zentimeter hoch wird die zitronengelb blühende Sorte mit dem braunen Kopf ‘The Bishop’, die ab Mitte Juni blüht. Ab Ende Juni kann man sich dann Helenium-Sorten, die in kräftigen Farben blühen, erfreuen. Dazu gehören beispielsweise die rote ‘Moerheim Beauty’ sowie die hellgelbe ‘Wyndley’. Wenn dann ab Mitte Ende Juli die Hochsaison der Staude des Jahres 2008 beginnt, kann man sich an den üppigen und freundlichen Farbtupfern im Beet sicherlich kaum statt sehen. Die Sommerblühenden Sorten können dank ihrer standfesten Stiele bis zu 1,8 Meter hoch werden, so zum Beispiel die gelb blühende ‘Kugelsonne’. Mit seinen sonnengelben Blütenkranz und den braunen Köpfchen erinnert der ‘Goldrausch’ etwas an zierliche Sonnenblumen. Ins Rötliche gehen Sorten wie ‘Baudirektor Linné’, ‘Flammenrad’ oder ‘Biedermeier’. In satten dunklen Rottönen leuchten beispielsweise ‘Lambada’ oder ‘Dunkle Pracht’, die zu den mittelgroßen Sorten gehören. Die letzten Helleniumblüten in der Gartensaison stammen vom ‘Rubinzwerg’ sowie vom ‘Feuersiegel’. Damit man im kommenden Gartenjahr sich an der Staude des Jahres erfreuen kann empfiehlt es sich noch bevor der Frost einsetzt die Sonnenbraut zu pflanzen. So hat sie während des Winters Zeit zum Wurzeln und kann im Frühjahr schon kräftiger austreiben, um den Gärtner dann im Sommer mit ihren zahlreichen Blüten zu erfreuen.