Gartentypen Serie Teil 6: Gut geschützt, der Senkgarten

CMA(Bild: CMA) Auch wenn der Senkgarten als Ziergartenform vielleicht nicht so bekannt ist wie manch andere Gartentypen, so kann man sich unter dem Namen auf Anhieb etwas vorstellen. Richtig, es ist ein meist in der Nähe des Hauses gelegener und kleinerer Platz, der etwas tiefer liegt und sich rings herum über flache Steingartenterrassen bis zur normalen Gartenhöhe anhebt. Diese Gartenform entstand in England während der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Kenner der Grünen Branche fällt beim Senkgarten spontan der Name Karl Förster ein. Er hat in Potsdam den ersten Senkgarten mit einer Größe von 20.000 Quadratmetern geschaffen.

Wie es auch bei anderen Gartenformen manchmal der Fall ist enthalten auch so manche Senkgärten ein kleines Wassergärtchen. Ein klassischer Senkgarten weist eine eckige Form auf. Der Vorteil des Senkgartens ist, dass selbst ein begrenzter Raum durch diese Gestaltung optisch größer wirkt. Vor allem für Reihenhausgärten ist der Senkgarten eine geeignete Gestaltungsform. Außerdem bieten die schrägen Böschungen zusätzliche Flächen, die zur Bepflanzung genutzt werden können. Ein weiterer Vorteil des Senkgartens ist seine windgeschützte Lage. Die Mauern durch die der Senkgarten eingegrenzt wird sowie die Terrassenplatten nehmen Wärme auf und geben diese als Rückstrahlungswärme wieder an die Pflanzen ab. Auch wenn der Senkgarten mit den gleichen Pflanzen wie eine andere Gartenform bestückt wird wirken diese hier anders. Zwischen Mauerfugen und Ritzen fühlen sich die Pflanzen wohl die es steinig mögen. Die klassische rechteckige oder quadratische Form des Senkgartens unterteilt ihn in eine Sonnen- und Schattenseite. Die Südseite eignet sich beispielsweise für verschiedene Thymian-Arten, Gartennelken, Silberdistel (Carlina acaulis), Kissenastern (Aster- Dumosus- Hybriden) sowie auch Königskerzen. Aber auch Heidepflanzen wie Eriken, Besenheide (Calluna vulgaris), Ginster, Andromedaheide, Kriechweide und Kugelblümchen bevorzugen einen Platz an der Sonne. Mit einem schattigen Standort geben sich Farne zufrieden. Besonders charmant sind etwa der kleine Schriftfarn (Asplenium ceterach) oder der Pfauenradfarn (Adiantum pedatum). Rhododendron-Arten mit niedriger Wuchshöhe passen ebenfalls gut in den Senkgarten. Hierzu lassen sich ideal Fingerhut, Glockenblumen oder auch Sauerklee (Oxalis) kombinieren. Farbtupfer lassen zum Beispiel setzen mit niedrigem Wermut, Enzian-Arten (Gentiana) und Sonnenröschen. Entweder plätschert auf der untersten Ebene ein kleiner Wassergarten mit Seerosen, Gauklerblumen und Hechtkraut oder es befindet sich dort eine streng gefasste Rasen- oder Steinfläche, die dann auch als geschützter Sitzplatz genutzt werden kann.

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