Barbarazweige schneiden
(Bilder: pixelio.de) Der 4. Dezember ist der Gedenktag der Heiligen Barbara, die als Märtyrerin starb. Es ist ein alter Brauch an diesem Tag die so genannten Barbarazweige zu schneiden, die dann im Haus in eine Vase gestellt werden, damit sie an Weihnachten blühen. Je nach Gegend oder auch was gerade zur Verfügung steht gibt es viele unterschiedliche Sträucher oder Bäume, von denen üblicherweise ein paar Zweige als Barbarazweige abgeschnitten werden.
In diesem Jahr stehen die Chancen nicht schlecht, dass die Zweige an Weihnachten auch tatsächlich Blüten hervorbringen. Denn manche von den Zweigen brauchen zuerst einen Frost um danach aufblühen zu können und diesen hatten wir bereits. Ich selbst kenne als Barbarazweige eigentlich Forsythienzweige. Sehr beliebt und oft verwendet werden Kirsch- oder Apfelzweige und manchmal werden auch Birken-, Haselnuss-, Kastanien-, Pflaumen-, Holunder-, Rotdorn-, Quitten- oder Zaubernusszweige geschnitten. Die frisch geschnittenen Zweige legt man über Nacht ganz in lauwarmes Wasser und am nächsten Tag schneidet man sie schräg an und stellt sie an einen warmen hellen Standort. Zum Frischhalten sowie zum Vorbeugen gegen strengen Geruch ist es empfehlenswert das Wasser öfter zu wechseln und Frischhaltemittel ins Wasser zu geben. Ungefähr vier Wochen brauchen die Zweige bis sie blühen.
Die Heilige Barbara, die im dritten Jahrhundert nach Christus in Nikomedia, der heutigen Stadt Izmit am Marmarameer lebte, bekannt sich zum christlichen Glauben. Ihr Vater, ein Heide, verriet sie an die damaligen Behörden. Barbara wurde bis zu ihrer Hinrichtung gefangen genommen. In der Zeit ihrer Gefangenschaft hat Barbara einen verdorrten Obstbaumzweig mit in die Zelle genommen, den sie mit Wasser benetzte und der dann blühte. Durch diese Blüten erhielt die Heilige Trost während dieser schweren Zeit.