Bromelien: Farbenfrohe Zimmergenossen
(Bilder: BBH) Die ursprünglich aus Mittel- und Südamerika stammenden Bromelien verleihen durch ihre Farbvielfalt jeder Wohnung das gewisse Etwas. Sehr gut geeignet sind die modernen und attraktiven Zimmerpflanzen auch als Mitbringsel, egal ob zur Karnevalsparty, zum Valentinstag oder einfach nur so.
Nach Europa brachten vor etwa 300 Jahren deutsche und belgische Bromelien-Liebhaber die ersten Exemplare mit. In ihrem natürlichen Lebensraum gedeihen Bromelien sowohl epiphytisch, das heißt auf Bäumen und Zweigen als auch terrestrisch, also am Boden. Mit den Wurzeln haftet sich die Pflanze fest. Die vielen Farben und Sorten entstanden durch jahrelange Kreuzungsarbeit und Selektion. Die starken Farben wie kräftiges Rot, zartes Rosa, frisches Gelb, elegantes Weiß, heiteres Orange, stilvolles Violett oder auch schrilles Pink der Bromelien verbreiten gute Laune. Sehr raffiniert wirken vor allem die zweifarbigen Sorten. Wegen ihrer besonderen Ausstrahlung passen die Exoten ideal entweder als Alternative zu Luftschlangen und Co. oder auch als Ergänzung zur bunten Partydekoration in die Karnevalszeit. Aechmea aus dem Amazonasgebiet zählt zu den bekanntesten Bromelien-Sorten. Insgesamt gibt es in der Natur über 1600 verschiedene Arten. Je nach Art kann etwa die Verfärbung der Beerenfrüchte oder auch die schöne Blattzeichnung sehr reizvoll wirken. Eine recht vielseitige Sorte ist Guzmania, die sich je nach Art von wundersam verzweigt bis großblumig präsentiert. Vriesea ist eine ebenfalls bekannte Bromelien-Gattung. Von dieser Sorte gibt es neben den typischen grünlaubigen Pflanzen mit hohem Blatttrichter sowie den Hochblättern, welche die Blüte bilden auch Pflanzen mit kompakterem Wuchs.
Sehr anspruchslos
Diese exotischen Zimmerpflanzen bevorzugen einen hellen Standort, jedoch keinen direkten Sonnenplatz, sowie Zimmertemperatur. Gegossen werden sollten Bromelien mit mäßig lauwarmem Wasser und zwar in den Pflanzenköcher. Allerdings sollte man darauf achten, dass die Topferde nicht zu nass ist. Eine Düngung ist nicht erforderlich. Übrigens gehört auch die Ananas zur Gattung der Bromelien und ist wohl das bekannteste Mitglied dieser Pflanzen-Familie.
In den Garten
In der warmen Jahreszeit, ab Mitte/Ende Mai, kann die frostempfindliche Bromelia auch in den Garten gestellt werden. Um sie vor Kälte zu schützen, holt man sie in der ersten Zeit besser über Nacht ins Haus oder packt sie gut ein. Auch im Freien sollte sie besser im Schatten stehen. Geeignet für den Garten sind Sorten wie Ananas, Aechmea, Billbergia, Neoregelia und Tillandsia.
Vermehrung
Da die wunderschönen Exoten nur einmal etwa drei bis sechs Monate blühen, liegt die Vermehrung insbesondere Liebhabern besonders am Herzen. An der Pflanzenbasis entwickeln sich nach der Blüte Seitentriebe. Um Bromelien zu vermehren sollten die Stecklinge etwa halb so lang wie die Mutterpflanze sein, ehe man sie davon abtrennt. Rund vierzehn Tage bevor man die Stecklinge entfernt gießt man in den Pflanzenköcher. Beim Entfernen der Seitentriebe ist es empfehlenswert einen Teil der Wurzeln mit abzutrennen. Etwa ein Jahr später sollte die neue Bromelia blühreif sein. Um die Entwicklung der Blüte anzuregen wird ein reifer Apfel in die Mitte der Pflanzenrosette gelegt und die Pflanze mit einer durchsichtigen Plastikfolie abgedeckt und verschloßen. Anschließend lässt man den Apfel etwa drei Wochen bei der Pflanze reifen, dann sollte nach rund acht bis sechzehn Wochen eine neue Blüte entstehen.