Lilienhähnchen klingt eher ein wenig niedlich, doch in Wahrheit handelt es sich dabei um einen Schädling der auf einigen Blattpflanzen sein Unwesen treibt. Das Lilienhähnchen (Lilioceris lilii), welches auch als Lilienkäfer bezeichnet wird gehört zu den häufig auftretenden Blattkäfern. Wie sein Name schon besagt tut sich dieser Schädling mitsamt seinen Larven gerne an Lilien sowie auch an Kaiserkronen, Maiglöckchen und Schnittlauch gütlich. Dort wo an Blättern dieser Pflanzen runde Löcher entdeckt werden können, kann dies ein Hinweis auf den Käfer und dessen Larven sein. Ein genaueres Hinsehen ist dann erforderlich. Denn aus den anfänglich rundlichen Löchern kann im Extremfall ein kompletter Kahlfraß der Pflanze entstehen. Eine schauderhafte Vorstellung für jeden Hobbygärtner. Hinzu kommt noch, dass dem Lilienhähnchen auch noch die Blütenknospen munden.
Käfer und Larven setzen vor allem den Blättern zu
Der auffallend feuerrote Lilienkäfer wird ungefähr sechs bis acht Millimeter groß. Im Frühjahr knabbern zunächst die Käfer selbst Löcher in die Blätter. Sie legen auf der Unterseite der Blätter ihre orangefarbenen Eier ab. Später droht zusätzlicher Schaden durch die rund fünf bis acht Millimeter großen grau-gelben oder schmutzig grauen Käferlarven, welche ebenfalls an den Blättern nagen. Dies kann bis in den September hinein andauern. Der Schädling kann dann im Boden überwintern.
Was man gegen die Schädlinge tun kann
Normalerweise reicht es aus, die Population der Käfer und Larven durch das Absammeln auszulöschen. Dazu sollte man allerdings wissen, dass sich die Käfer bei Gefahr fallenlassen und sich dann tarnen indem sie ihren dunklen Bauch zeigen. Wer die Larven entfernen möchte, kann diese auch mit Wasser wegspritzen oder mitsamt dem Blatt wegnehmen. Um einen größeren Schaden durch einen übermäßigen Befall vorzubeugen, sollten die Pflanzen regelmäßig kontrolliert werden, einerseits ob sich auf der Blattunterseite orangefarbene Eier befinden und anderseits ob sich Larven oder Käfer auf den Blättern tummeln. Eine Behandlung mit einem Pflanzenschutzmittel gegen beißende Insekten darf nur in Ausnahmefällen erfolgen, darauf weist die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hin. Auf keinen Fall darf die chemische Keule an Kräutern angewendet werden. Hilfreich im Kampf gegen das Lilienhähnchen kann unter Umständen auch ein Tee aus Wermut oder Beifuß plus Eichenrinde sein. Bei starkem Befall ist eine Lösung aus Schmierseife und Spiritus empfehlenswert.







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