Mit Blower-Door-Test prüfen, ob das Dach dicht ist

Velux / dach.de(Bild: Velux / dach.de) Wenn der Platz unter dem Dach groß genug ist, kann man durch eine Dämmung der Dachschrägen neuen attraktiven Wohnraum gewinnen, wobei dann meist neue Fenster oder Gauben eingebaut werden müssen. Um es dann später dort gemütlich zu haben sind eine lückenlose Dämmung sowie luftdichte Anschlüsse wichtig. Mit Hilfe des so genannten Blower-Door-Test lässt sich die Dichtigkeit von Gebäuden nachweisen ohne, dass man auf windiges oder stürmisches Wetter warten muss.

Dieser Luftdichtheitstest ist sinnvoll um Bauschäden vorzubeugen, den Energiebedarf zu reduzieren und den Wohnkomfort zu erhöhen. Denn wenn Luft aus dem Wohnraum in die Wärmedämmschicht gelangt und dort abkühlt, kondensiert die darin enthaltene Feuchtigkeit. Dadurch können Bauteile durchfeuchten und die Dämmung wird negativ beeinflusst. Außerdem kann sich durch eine dauerhafte Feuchtigkeit Schimmel bilden und Holzteile können faulen und ihre Stabilität verlieren. Mal ganz abgesehen davon, dass ein ständiger Luftstrom nicht gerade angenehm ist, treibt er auch noch die Heizkosten in die Höhe.

Ob man nun die Dachschräge zwischen den Sparren dämmt oder sich für eine Aufsparren- oder Untersparrendämmung entscheidet, grundsätzlich muss eine spezielle lückenlose, luftdichte Folie die “Dampfbremsfolie” eingebaut werden. Diese soll nämlich einen Luftaustritt aus dem Wohnraum in die Dämmstofflage verhindern.

Zur Überprüfung, ob das Dach wirklich dicht ist leistet der Blower-Door-Test gute Dienste und dabei ist man unabhängig von Witterungsverhältnissen. Mit diesem Luftdichtheitstest kann ermittelt werden, wie häufig das Luftvolumen des Gebäudes bei einer bestimmten Druckdifferenz zur Außenluft innerhalb einer Stunde ausgetauscht wird. Ein Gebläse das in eine Fenster- oder Türöffnung eingesetzt wird, baut den entsprechenden Druck auf. Der Ventilator muss dafür einen Volumenstrom in der Höhe erzeugen, wie er durch Leckstellen entweichen kann. Der Volumenstrom wird durch das Volumen des Gebäudes geteilt daraus ergibt sich der nach der DIN 4108-7 genormte Messwert, der als n50-Wert ausgewiesen wird. Während des Tests lassen sich Leckagen mit Rauchspendern, Luftgeschwindigkeitsmessern und Thermografie lokalisieren.

Für die Durchführung eines Blower-Door-Tests sollte man sich an ein erfahrenes Ingenieurbüro wenden. Einen regionalen Fachbetrieb für Dienstleistungen rund ums Dach kann man in der auf dach.de integrierten Experten-Suchmaschine finden. Auf der Seite des Fachverbands Luftdichtheit im Bauwesen e.V. kann man nach Mitgliedern suchen, zu deren Fachgebiet die Bestimmung der Luftdurchlässigkeit von Gebäuden gehört.

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