(Bilder: Photocase) Die Pflanze des Monats Mai ist, nicht weiter verwunderlich, natürlich das zierliche Maiglöckchen. An einer Pflanze hängen zwischen fünf bis etwa dreizehn weiße kleine glockenförmige Blüten, denen das Gewächs ihren Namen zu verdanken hat. Oftmals wird das Maiglöckchen wegen seiner zungenförmigen Blätter auch mit dem beliebten Bärlauch verwechselt, was allerdings fatale Folgen haben könnte.
Denn der Frühlingsbote wird auch als Heilpflanze eingesetzt. Insbesondere in den Blüten, aber auch in den restlichen Pflanzenteilen sind herzwirksame Glycoside enthalten, die in hoher Konzentration giftig sind. Aus diesem Grund sollten in einem Garten einer Familie mit kleinen Kindern vorsichtshalber auf die zarten und duftenden Frühjahrsblüher verzichtet werden. Der botanische Namen des kultivierten Maiglöckchens ist Convallaria majalis. Die mehrjährige krautige Pflanze gehört zur Familie der Liliengewächse. Maiglöckchen werden aber auch auf Grund ihres starken Dufts zur Parfümherstellung verwendet.
Nicht überall sieht man das Maiglöckchen als Pflanze des Monats Mai. Im Botanischen Garten der rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn zum Beispiel ist, zur Pflanze des Monats Mai 2007, die Königs-Protea ausgewählt worden. Die Nationalblume der Republik Südafrika ist im Gegensatz zu unserem heimischen Maiglöckchen nicht nur ein wenig farbenfroher, sondern auch exotischer und relativ schwer zu kultivieren. Die wissenschaftliche Artbezeichnung lautet Protea cynaroides. Die Blütenstände werden fasst kopfgroß und erinnern, von ihrer Form her, an Artischocken. Daher leitet sich auch ihr botanischer Name ab. Im Botanischen Garten der ehemaligen Bundesstadt gedeiht eine der größten Proteacensammlungen Deutschlands. Dort befindet sich auch ein 30 Jahre altes Exemplar, welches sogar auf einer Chelsea-Flowershow vor einigen Jahren eine Auszeichnung bekommen hat. Jetzt im Mai blühen am Eingang zum Mittelmeerhaus im Botanischen Garten der Uni Bonn die Proteengewächse.

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