Zeit zum Sähen: Bärlauch
(Bilder: Schonschek) Vor ein paar Tagen hat es mich mittags bei diesem herrlichen Wetter nach draußen gezogen. Erst einmal ging der Weg in die Stadt, dort befand sich in einem Geschäft ein großer Ständer mit Sämereien. An so etwas kann ich natürlich nicht achtlos vorbeigehen, sondern muss unbedingt schauen, ob da nicht was dabei ist was mir gefällt. Zuerst griff ich dann nach dem Tütchen mit dem Bärlauchsamen.
Bei dem Blick auf die Rückseite entdeckte ich dann, dass dieser jetzt ausgesät werden soll. Als ich wieder zu Hause war holte ich deshalb aus dem Keller als erstes das Minigewächshaus zusammen mit den Pflanztöpfchen. Anschließend habe ich gesät und gegossen und hoffe nun, dass sich in den nächsten 30 bis 40 Tagen etwas tun wird.
Warum gerade Bärlauch?
Das könnte man jetzt fragen. Klar, der Waldknoblauch, wie er auch genannt wird, liegt in den letzten Jahren stark im Trend. Aber das allein ist nicht der Grund weshalb ich Bärlauch (allium ursinum) gesät habe. Die Blätter des Bärlauchs schmecken zwar ähnlich wie Knoblauch, allerdings sind Bärlauchblätter im Vergleich zu den Knoblauchzehen besser bekömmlich. Außerdem entwickelt Bärlauch nicht so einen unangenehmen Mundgeruch wie Knoblauch. Ich erinnere mich auch gerne an einen herrlich sonnigen Spaziergang Anfang Mai vor ein paar Jahren auf die Festungsruine Hohentwiel nahe des Bodensees. Der Weg durch den Wald war gesäumt von frischem, duftendem Bärlauch. Mehr Informationen zum Bärlauch unter hausgarten.net. Sehr lecker schmecken die frischen Blätter im Kräuterquark etwa zu Frühkartoffeln. Allein bei diesem Gedanken läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen. Zum Trocknen eignet sich der Bärlauch allerdings nicht, da dabei seine Wirkstoffe verloren gehen.