Garten

Mit Kokosfasern torffrei pflanzen

Schonschek(Bild: Schonschek) Nun geht es langsam wieder los mit dem Gärtnern, dem Umtopfen von Zimmerpflanzen und dem Neubepflanzen der Balkonkästen. Was man dafür braucht ist ein bisschen Zeit und Muse, Pflänzchen und Blumenerde. Doch leider enthalten die günstigen Blumenerden oftmals Torf. Wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erklärt, schade der Abbau von Torf dem Klima, weil Moore ein wichtiger Kohlenstoffspeicher sind, und darüber hinaus wird auch ein wichtiger Lebensraum von gefährdeten Pflanzen und Tieren vernichtet. Als Alternative zu torfhaltiger Erde eignet sich die Verwendung von Kokosfasern.

Bei der Herstellung von Matten und Schnüren fallen Kokosfasern als Abfallprodukt an. Dieses wird in etwa Ziegelstein große Blöcke gepresst. Bevor man mit dem torffreien Pflanzen beginnt legt man den Koko-Block in einen Eimer und gibt etwa 6 Liter Wasser dazu. Anschließend lässt man ihn etwa 20 bis 30 Minuten lang quellen. Der Block quillt etwa auf das sieben- bis achtfache seines vorherigen Volumens auf und bekommt eine Konsistenz die Torf sehr ähnlich ist. Anschließend kann man die “Kokos-Erde” etwas auflockern gegebenenfalls noch ein wenig Wasser zugeben und sich dann dem Pflanzen, Umtopfen und so weiter widmen. Insgesamt ergibt ein Koko-Block etwa neun Liter Pflanzsubstrat. Da der Koko-Block kein Düngemittel enthält, sollte man die frisch gepflanzten grünen Zöglinge wie gewohnt düngen. Diese Blumenerde-Alternative ist als Fair gehandeltes Produkt erhältlich im Eine-Welt-Laden vor Ort oder im Internet. Außerdem leistet man mit diesem torffreien Pflanzsubstrat neben dem Beitrag zur Umwelt auch einen besonderen Beitrag zur Schaffung beziehungsweise Erhaltung von Arbeitsplätzen für Kokosbauern und Kleinbetriebe. Kokos-Blumenerde bekommt man aber auch im Baumarkt ‚   oder im Pflanzenfachhandel, ob diese jedoch fair gehandelt ist kann ich nicht genau sagen. Eines steht aber fest, nämlich die weitere Vorteile des Koko-Blocks im Vergleich zur typischen Blumenerde im Plastiksack sind, dass der Block viel leichter und handlicher ist, da er ja kein Wasser enthält. Damit kann man, selbst wenn die Garage nicht direkt neben dem Garten ist oder man im zweiten oder dritten Stock wohnt und keinen Aufzug hat, beim Gärtnern so richtig in die vollen gehen, weil man nicht so schwer schleppen muss.

Eure Kommentare

7 Kommentare zu “Mit Kokosfasern torffrei pflanzen”

  1. Ich habe einen Block Kokosfaser auf Wurmwelten.de bestellt und war begeistert. Nächstes Jahr werde ich alle meine Balkkonpflanzen damit pflanzen.

    Geschrieben von Philip | 7. Oktober 2008, 01:19
  2. Schon einmal darüber nachgedacht, daß wir mit der Einfuhr und Verwendung von Kokosfasern den Entwicklungsländern auch noch das letzte Krümelchen organische Substanz klauen?
    Ist das Ökologie?

    Geschrieben von erich grantzau | 9. Juli 2010, 20:42

Trackbacks/Pingbacks

  1. [...] nicht besonders freuen. Praktischer sind beispielsweise die in kompakte Würfel gepresste torffreien Kokosfasern aber trotzdem. Denn damit braucht man kein schweres Wasser nach Hause zu schleppen. Das könnte [...]

    Weltweit zu geringe Torfernte - 16. Oktober 2008
  2. [...] die Keimlinge nicht gleich am Anfang überdüngt werden. Ausprobieren kann man zum Anzüchten auch Kokosfasern, die man als Block im Eine-Welt-Laden oder im sehr gut sortierten Baumarkt bekommt. Dabei sollte [...]

  3. [...] vor und wird während des Aufbereitungsprozesses von der Kohle separiert. Xylit wird oftmals torffreien Substraten beigemengt. Diese bieten dann eine gleichbleibend hohe Qualität, was sich vorteilhaft auf die [...]

  4. [...] sind die handlichen Beutel mit hochwertiger Spezialerde. Diese besteht aus Torfersatz, Kokosmehl und Premium-Naturdünger. Somit stehen die Beutel als gute Grundlage für ein naturgesundes [...]

  5. [...] Substrat sollte einen pH-Wert nicht über 7 haben, gut geeignet ist Kokoshumus. Wenn Ihr andere Anzuchtsubstrate einsetzt, solltet Ihr diese leicht angefeuchtet in den Backofen [...]

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