Brauchtum: Palmzweige binden

pixelio.de / S. Hoefschlaeger(Bild: pixelio.de / S. Hoefschlaeger) In dieser Woche treffen sich in vielen Kirchengemeinden die Kinder um die Palmzweige, Palmbuschen, Palmstangen oder auch Palmbesen zu binden. Am Palmsonntag, also dem Sonntag vor Ostern, wird in der Kirche dem umjubelten Einzug von Jesus in Jerusalem gedacht, bei dem ihm das Volk freudig mit Palmzweigen zuwinkte. Da in Deutschland Palmen nicht zum typischen Straßenbild gehören, bedient man sich hierzulande eben anderer grüner Zweige wie etwa Buchsbaum, Weidenkätzchen oder auch Wacholder.

Sicherlich haben viele im Garten einen Buchsbaum oder auch Weidenkätzchen. Für ein dezentes Sträusslein, welches später das Kreuz oder auch Heiligenbilder im Haus schmückt, genügen ein paar kleine Zweige. Mancherorts schmückt man die Palmstangen mit Bändern oder gar Brezeln und Äpfeln. Diese so geschmückten Stangen sind ein Symbol für die Bitte um Wachstum.

Im vergangenen Jahr habe ich in der Kirche am Palmsonntag ein kleines italienisches Mädchen mit einem Zweig gesehen, der mit vielen Süßigkeiten behangen war. Ob es diesen dann an Ostern plündern durfte und ob das ein typischer Brauch in Italien ist, das was ich allerdings nicht.

Die gebundenen Palmzweige werden bei der Prozession am Palmsonntag geweiht. Diese geweihten Sträuße sollen nach dem alten christlichen Glauben vor Unwetter und Blitz schützen. Auf jeden Fall erinnern die Zweige an die Palmsonntagsfeier und somit an den christlichen Glauben.

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