Kräuter anstatt Geschmacksverstärker

CMA(Foto: CMA) Wenn man selber den Kochlöffel schwingt und sich nicht auf Fertiggerichte verlässt, dann kann man eigentlich auf künstliche Geschmacksverstärker gut und gerne verzichten und stattdessen selbstgezogene Kräuter verwenden. Im Garten auf der Terrasse oder dem Balkon macht sich ein kleinerer oder auch größerer Kräutergarten nicht nur dekorativ, sondern verströmt auch noch dazu einen herrlichen Duft.

Viele der hiesigen Kräuterarten mögen es gern warm und sonnig. Deshalb sollte man dafür einen Standort suchen der mindestens den halben Tag von der Sonne beschienen werden kann. Allerdings ziehen Schnittlauch, Petersilie und Minze dagegen ein halbschattiges Plätzchen vor. Besonders dekorativ und herrlich duftend sind Lavendel, Rosmarin, Salbei, Minze und Oregano. Neben dem idealen Standort ist auch ein optimaler Boden wichtig. Wenn man keine spezielle Kräuter-Anzuchterde verwendet, dann sollte man auf einen hohen Humusgehalt achten. Dieser lässt sich an einer dunkelbraunen bis schwarzen Färbung erkennen. Außerdem sollte die Erde locker und gut durchlässig sein. Wichtig wie für alle Pflanzen ist eine ausreichende Bewässerung. Insbesondere in Töpfen gezogene Kräuter auf dem Balkon können durch starke Hitze, Wind und Sonnenstrahlung schnell austrocknen. Deshalb sollte man an recht heißen Tagen morgens und abends mit der Gieskanne anrücken. Um Verbrennungsflecken zu vermeiden, sollte man bei direkter Sonne niemals auf die Blätter gießen. Empfehlenswert ist es ohnehin stets an die Pflanzenwurzel zu gießen.

Eine Hängeampel mit Kräutern zu bepflanzen sieht sehr schön aus und bringt noch einen weitere Vorteile mit sich. Zum einen passen meist etwas mehr Pflanzen hinein und zum anderen lässt sich so ein Pflanzgefäß vor allem wenn es nachts noch ordentlich kalt wird schnell ins Haus holen. Dies ist insbesondere wichtig, wenn die Hängeampel mit vorwiegend frostempfindlichen Kräuterarten bepflanzt wurde.

Bevor die duftenden Kräuter in der Küche die kulinarischen Köstlichkeiten vollenden müssen sie geerntet werden. Damit die Pflanzen buschig nachwachsen können, sollte man sich bei der Kräuterernte an ein paar Regeln halten. Während man bei vorholzenden Kräutern wie Rosmarin, Salbei, Basilikum und Minze jeweils Zweige oder die jungen Triebspitzen und keine einzelnen Blätter erntet und immer von oben nach unten vorgeht, kann man bei krautigen Pflanzen wie Petersilie, Schnittlauch oder auch Pimpinelle, Borretsch, Sauerampfer ganze Blätter ernten. Letztere treiben dann wieder von unten aus. Beim Beifuß sind die Blütenstände der noch geschlossenen Knospen am aromatischsten. Zum Ernten solle man ein scharfes, sauberes Küchenmesser verwenden.

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