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Wandmuster – Ideen zum Malen, Streichen & Tipps für Schablonen

Mit Wandschablonen lassen sich alte Blumentapeten nachahmen - und übertreffen!

Wandmuster sind, genau genommen, nie aus der Mode gekommen. Was sich im Laufe der Jahrzehnte verändert hat, sind die Gestaltungsformen und die Präsenz von Verzierungen: Spätestens in den 1980ern verlor die Mustertapete als Medium zur Wandgestaltung ihre Vormachtstellung in deutschen Wohnzimmern. In der Folgezeit nahm die gestrichene Raufaser überhand und an die Stelle von bunten Farbverläufen und Motiven traten farbarme Strukturen, die sich auch mit Innenputzen realisieren lassen.

Mehr Geschmackstoleranz, mehr Gestaltungsfreiräume

Schon mit der Jahrtausendwende schwenkte das Interesse jedoch wieder um: dezente Muster und Bordüren waren wieder gefragt. Und mittlerweile liegen nicht nur Dekor-, sondern auch Fototapeten wieder voll im Trend. Einen Unterschied zu früher gibt es aber doch: Tapeten gelten nicht mehr per se als spießig und Putze und Anstriche nicht mehr per se als spartanisch. Und wenn man von sich behaupten kann, die Wandgestaltung selbst in die Hand genommen zu haben, wird der ein oder andere farbliche oder gestalterische Fehlgriff auch gutmütig „übersehen“.

Wandmuster malen & streichen

Um Euch zum Selbermachen anzuregen, möchte ich im Folgenden die wichtigsten Methoden zur Gestaltung von Wänden mit Mustern und Farbeffekten vorstellen:

(1) Malen von Wandmustern

  • Die anderen Maltechniken zur Wandverschönerung erlaubt auch die Arbeit mit dem Schwamm keine präzisen Muster, Linien oder Konturen. Der Vorteil ist jedoch, dass man mit wenig Aufwand eine großflächige Farbstruktur auf Wände bringen kann, die nicht durch saubere Details, sondern mit dem Gesamteindruck ihre Wirkung entfaltet.
  • Schwammtechnik: Benötigt werden zwei Naturschwämme, eine Farbwanne und eine bereits grundierte und getrocknete Wand. Mit einem Schwamm erfolgt der Farbauftrag für das Muster. Mit dem Ersatzschwamm wird am Ende korrigiert. Der Schwamm hinterlässt beim Aufdrücken ein eigentümliches Muster, das überlagert, abgerundet oder mit teilflächigem Aufdrücken variiert werden kann.
  • Wischtechnik: Der Unterschied zur Schwammtechnik besteht darin, dass auch Stofffetzen oder -tücher zum Farbauftrag verwendet werden können. Indem sich die Textilien auf der Wand in Falten legen, entstehen Muster mit stärkerer bis schwächerer Farbintensität, die ständig variieren. Durch das Wischen kann man Farb- und Formverläufe gestalterisch umsetzen.
  • Tupftechnik: Funktioniert mit Tuch, Leder, (Tupf-)Pinsel oder einem Naturschwamm und eignet sich besonders zum Schattieren und für weiche Übergänge zwischen zwei Farbflächen.

(2) Wandmuster durch Streichen und Abkleben

  • Möchtet Ihr exakte und filigrane Wandmuster erstellen, solltet Ihr die Farben mit Pinsel auftragen und ganz normal verstreichen. Voraussetzung ist wiederum eine grundierte und trockene Wand, auf die ihr das Muster mit Hilfe einer Vorzeichnung oder zurechtgeschnittenen Schablonen auftragt. Das Abkleben ist die praktischere Lösung für Bordüren und kantige Muster. Die Schablonen sind für aufwändige oder sich ständig wiederholende Muster geeignet. Sie ersparen ein aufwändiges Vorzeichnen.
  • Abgeklebt wird mit Maler-Krepp. Als Schablonenmaterial eignet sich Pappe. Professionell geht es mit selbstklebendem Schablonenpapier.
  • Eine Hilfsmittel zum exakten Vor- und Anzeichnen sind Overhead-Projektoren (Polyluxe): 1. Das Motiv auf transparente Folie zeichnen oder kopieren. 2. Den Projektor richtig vor der Wand platzieren.  3. Und dann die aufprojizierten Linien mit Bleistift auf der Wand nachziehen.

Fertige Wandmuster

(3) Wandtattoos & -folien aufkleben

  • Die „Fertigvariante“ unter den Wandmustern, wobei man natürlich auch eigene Motive entwerfen kann. Es gibt im Internet einige Anbieter zum Wandtattoo-Design, die Kundenentwürfe umsetzen und dann versenden. Einfacher geht es mit Klebefolien aus dem Bau- oder Bastelmarkt: Motiv aufzeichnen, ausschneiden und die Folie an die Wand kleben.
  • Es gibt auch selbstklebende Bordüren, die ohne Tapetenkleister angebracht werden können. Hier ist es wichtig, vorher exakt auszumessen, damit sie nicht schief aufgeklebt werden. Dies fällt schon bei geringen Abweichungen auf.

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