Wassergüte im Gartenteich prüfen
(Bild: pixelio.de / P.Weber) Ein gesunder Gartenteich macht Mensch und Tier viel Freude. Insbesondere nach dem Anlegen oder neuen Befüllen eines Teiches oder Biotops beziehungsweise wenn es zu sichtbaren Problemen kommt, dann sollte die Teichwasserqualität regelmäßigen überwacht werden. Damit die Freude am Teich im eigenen Garten nicht getrübt wird gilt es die grundlegendsten Wasserwerte im Blick zu behalten.
Mit einem so genannten Teichwassertest, welcher aus Indikator-Teststäbchen besteht, lassen sich die wichtigsten Wasserwerte wie pH-Wert, Karbonhärte (KH), Nitrat (NO3-) und Nitrit (NO2-) überprüfen. Praktisch sind Teststäbchen, die mit verschiedenen Testfeldern ausgestattet sind, so dass man mit einer Messung verschiedene Wasserwerte im Überblick hat. Wichtig ist es die Messungen jeweils zur gleichen Tageszeit durchzuführen. Idealer Weise sollte ein Gartenteich einen pH-Wert, also Säuregrad, von 7,5 bis 8,4 aufweisen. Der Wert der Karbonathärte (KH) sollte etwa zwischen 5 bis 15 °dH liegen. Insgesamt sollte der Nährstoffgehalt Nitrat (NO3 -) weniger als 50 mg/ l und die Nitritkonzentration (NO2-) weniger als 1 mg/ l betragen. Das bereits in einer geringen Konzentration für Fische toxische Nitrit entsteht bei der Zwischenstufe im Stickstoffkreislauf, also wenn sich Fischausscheidungen, Futterreste sowie abgestorbene Pflanzenteile zersetzen.
Algen, trübes Wasser, Teichschlamm und Sauerstoffmangel sind die häufigsten Probleme, mit denen sich Teichbesitzer herumschlagen müssen. Eine der Ursachen für ein zu vermehrtes Algenwachstum kann eine zu hohe Nitratkonzentration sein. Aber auch eine zu starke Sonneneinstrahlung kann das Algenwachstum erhöhen. Am häufigsten treten die so genannten Faden- und Schwebealgen auf. Die länglichen Fadenalgen können ganze Teppiche bilden und die einzelligen Schwebealgen färben das Wasser grünlich. Trübes Wasser kann sowohl durch gründelnde Fische als auch durch Algen und kleinste Schwebeteilchen entstehen. Durch das Einbringen von Erde, etwa durch das Einsetzen von Pflanzen, kann sich das Wasser ebenfalls trüben. Teichschlamm entsteht durch die Zersetzung von Pflanzenteilen und gehört eigentlich zu einem funktionierenden Ökosystem dazu. Zu viel Teichschlamm kann allerdings das Gleichgewicht des Teiches durcheinander bringen. Tummeln sich zu viele Fische im Teich, dann kann die Sauerstoffversorgung der Tiere problematisch werden. Auch durch eine zu hohe Sonneneinstrahlung kann im Teichwasser zu Sauerstoffmangel kommen.
Während der Sommermonate sollte die Wassertemperatur zwischen 16 bis 26 Grad Celsius liegen. Hier für erhält man im Handel spezielle Teichthermometer. Ansonsten kann zur Messung der Wassertemperatur alternativ auch ein altes aber noch intaktes Badewannenthermometer verwenden. Bei steigenden Temperaturen sind Sauerstoffspendende Wasserpflanzen, wasserspeiende Accessoires oder andere Hilfsmittel zur Belüftung des Gartenteichs unverzichtbar um einen Sauerstoffmangel zu verhindern.