(Bild: PdM) Viel Freude und Eifer im Garten legen die kleinen Gärtner und Natur-Detektive an den Tag. Mit allen Sinnen erfahren sie den Garten als spannenden Spielplatz. Da wird Erde zwischen den kleinen Fingern zerkrümelt, gebuddelt, an Blüten geschnuppert auch mal mit der Lupe näher hingeschaut oder mit den Händen über Rinden, Gras und ähnliches gestrichen. Der Kinder-Garten ist immer geöffnet und bietet den Kids Platz zum Entdecken, Spielen und Toben. Begeistert sind die lieben Kleinen vor allem dann, wenn sie ihr eigenes Revier zum Ausprobieren, Säen, Pflanzen und Ernten bekommen. An diese schöne Zeit der Kindheit denke ich selbst gerne zurück und weiß aus eigener Erfahrung wie motivierend es für Kinder ist ein eigenes Beet zu haben, um eigenverantwortlich die ersten Gärtnererfolge einzufahren. Sogar ein Projekt Miniteich habe dabei mal zusammen mit einem meiner Brüder durchgezogen.
Sinnvoll ist es wenn sich die Erwachsenen aus der Bepflanzung und Pflege des Kinder-Gartens heraushalten und den grünen Spielplatz geschickt umfrieden, so dass der Nachwuchs ungestört wirken kann. Um den kindlichen Naturraum einzufrieden eignen sich Beerensträucher oder auch Spalierobst am besten natürlich ohne Dornen. Diese bieten nämlich nicht nur Sichtschutz, sondern auch gleichzeitig gesunde Leckereien. Um das Garten-Kinderzimmer einzugrenzen können aber auch Rankgitter dienen, an denen Kletterpflanzen wie etwa Clematis-Wildarten oder Hopfen (Humulus) hochwachsen. Auch duftender, violett blühender Sommerflieder (Buddleja davidii) kommt bei den kleinen Gärtnern gut an, weil er im Sommer Schatten spendet und außerdem ein beliebter Tummelplatz für bunte Schmetterlinge ist. Wasser ist für Kinder einfach faszinierend. Für kleinere Kinder ist ein Teich allerdings nicht zu empfehlen. ƒltere Kinder können Stunden an Bachläufen verbringen, um Staudämme zu bauen über ein Holzbrückchen oder Steine zu balancieren oder auch Vögel beim Baden zu beobachten.
Überhaupt sehen die jungen Naturbeobachter gerne allem zu was über die Erde krabbelt, läuft oder in der Luft herumschwirrt. Spaß macht es wenn das selbst gesäte, wie zum Beispiel Sonnenblumen (Helianthus), größer als der junge Gärtner selbst wird und sich im Herbst die Vögel darüber freuen. Stolz sind die kleinen Gärtner ebenso wie die großen, wenn sich die ganze Familie das eigene Gärtnerglück gemeinsam schmecken lässt. Ist der Garten groß genug, dann freuen sich Kinder auch über einen Kletterbaum, selbst wenn besorgte Eltern am liebsten immer mit dem Sprungtuch darunter stehen würden. Prima hangeln und klettern können die Naturartisten etwa an den tragfähigen ƒsten der Hainbuche (Carpinus betulus). In jedem Fall ist der Kinder-Garten pädagogisch wertvoll, weil sich die Kids viel an der frischen Luft bewegen. Außerdem fördern die unterschiedlichen Sinneseindrücke beim Gärtnern, Springen, Laufen und Klettern sowohl die Gehirnentwicklung als auch den kindlichen Stoffwechsel, die Muskeln, Gelenke sowie das Gleichgewichtsgefühl. Der ganzjährig geöffnete Spielplatz draußen hat in jeder Jahreszeit etwas zu bieten. Vom aufbrechenden Grün im Frühjahr über das ausgelassene Toben im Sommer und die Ernte im Herbst bis hin zum ruhenden Winter in dem Vögel dankbar sind für Futterplätze, ist im Garten immer was los.

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