(Bild: pixelio.de / Martina) Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten schmeckt einfach am besten, schließlich investiert man viel Zeit und Liebe zum Hegen und Pflegen der Pflänzchen. Für einen Rebstock braucht man nicht zwangsläufig einen Weinberg, dieser kann auch an einen sonnigen Standort, mit möglichst viel Mittags- und Nachmittagssonne, in den Garten gesetzt werden. Damit der Weinstock noch ‚ vor dem Winter richtig wurzeln kann empfiehlt es sich die Pflanze bis spätestens Ende Juli zu setzen. Optimal ist allerdings eine Pflanzung in den Monaten April und Mai.
Geeignet ist ein Boden mit einem pH-Wert im neutralen Bereich. Man sollte darauf achten, dass der Boden locker, tiefgründig und gut durchlüftet ist. Vermieden werden sollte ein verdichteter oder nässender Boden ebenso sowie ein flachgründiger oder mit Bauschutt durchsetzter Standort. Auf jeden Fall sollte man den Boden gut lockern und ausreichend mit Humus versorgen. Als Pflanzfläche reichen etwa 20 x 30 cm aus. Das Aufschütten des circa 35 bis 50 cm tiefen Setzlochs mit reiner Blumenerde ist nicht zu empfehlen, da diese sehr locker ist und es passieren kann, dass dann die Wurzeln nicht in das festere Erdreich wachsen. Wenn schon dann sollte man die Blumenerde mit dem Gartenboden zu Gleichen Teilen mischen. Noch besser verwendet man aber anstelle von Blumenerde Komposterde. Zur Vermeidung von Wurzelschäden sollte man bei der Pflanzung keinen Mineraldünger, sondern nur Kompost verwenden. Möchte man Spalierreihen oder Laubengänge bepflanzen dann sollte man einen Pflanzabstand zwischen den einzelnen Reben von rund 1,5 m einhalten. Eine sonnige Hauswand ist ein idealer Standort, dort stellt man die Rebe am besten schräg zur Wand geneigt in das Pflanzloch. Wie im Weinberg auch, sollte man dem Rebstock mit einem Pflanzstab aus Holz oder Metall Halt geben.
Je nach Sorte kann es sein, dass man zwischen drei bis fünf Jahre auf den ersten Ertrag warten muss. In gut sortierten Baumschulen findet man gängige pilzresistente Sorten. Wer in der Nähe eines Weinanbaugebietes wohnt sollte nach einer Rebschule Ausschau halten, denn diese gelten als gute Adresse für den Rebenkauf. Beim Einkauf sollte man sein Augenmerk darauf legen, dass die die Rinde im verholzten Bereich nicht schadhaft ist. Als Qualitätsmerkmal kann außerdem angesehen werden, wenn der Stock über mindestens drei kräftige und gleichmäßig verteilte Hauptwurzeln verfügt und die verholzten Teile der Rebe mindestens so dick wie ein Zeigefinger sind.
Bei der Auswahl der Sorte ist der Standort nicht das einzige Kriterium. Schließlich unterscheiden sich die verschiedenen Sorten hinsichtlich Beerenfarbe, Geschmack, Frosthärte, Reifezeitpunkt und ganz wichtig auch in ihrer Widerstandsfähigkeit gegen Pilzkrankheiten. Für den Hausgarten sind unter anderen folgende Sorten empfehlenswert. Die Sorte ‘Bianca’ bringt mit ihren gelbgrünen Trauben einen mitteleren bis hohen Ertrag ist sehr genügsam und eignet sich zur Weinbereitung. Große gelbgrüne Beeren bringt die Sorte ‘Hecker’ hervor, die einen sehr guter Ertrag liefert und ebenfalls zur Weinbereitung geeignet ist. Einen mittleren bis hohen Ertrag kann man von dem gegen Pilzkrankheiten resistenten Weinstock ‘Boskoop Glorie’ erwarten, an dem blaue Beeren wachsen. Wie der Name schon darauf hindeutet wachsen am ‘Muscat bleu’ blaue Beeren, die sich durch ihr würziges Muskataroma auszeichnen, sein Ertrag ist mittel bis hoch. Widerstandsfähig gegen Pilzkrankheiten ist die Sorte ‘Regent’. An einem windgeschützter Platz liefert diese Sorte mit den blauen Trauben, die sich auch zum keltern eignen, einen sehr guten Ertrag.
Weiteres zum Weinanbau im eigenen Garten findet sich hier im Blog.

Alles schön und gut, aber ich habe gehört das so ein weinchen auch ein wenig pflege braucht z.b. ausgeizen und nur 2 oder 3 triebe wachsen lassen. wie mache ich das mit den haupttrieben, welche nehme ich weiter oben oder unten…
kennt sich da jemand aus? bei mir wachsen die super seit april südwand.
Geschrieben von sven | 10. August 2008, 21:05