Garten

Sicheres Gärtnern – Teil 2: Rasenmähen

Photocase(Bilder: Photocase) Beim Rasenmähen sind durch die scharfen rotierenden Messer des Gerätes insbesondere die Finger und Zehen gefährdet. Aber auch herausgeschleuderte Fremdkörper ebenso wie ‚   ausgeschaltete und noch nachlaufende Motoren, heiße Maschinenteile sowie Reinigungs- und Wartungsarbeiten am laufenden Mäher stellen ein Verletzungspotential dar. Um solche Verletzungsrisiken zu minimieren sollte man einige Sicherheitshinweise beherzigen.

Insbesondere Kleinkinder sollte vom Arbeitsbereich ferngehalten werden. Außerdem sollten motorbetriebene Mäher nicht von Kindern oder Jugendlichen alleine benutzt werden. Bevor man mit dem Mähen beginnt ist es gut Fremdkörper, wie beispielsweise Spielsachen, Werkzeug, Steine etc. vom Rasen zu entfernen.

PhotocaseNatürlich gilt es gerade beim Rasenmähen entsprechende “Arbeitskleidung” zu tragen, die weder zu weit noch zu dünn ausfallen sollte. Empfehlenswert ist eine lange Jeanshose. Barfuss so wie es auf dem Bild zu sehen ist, das ist beim Rasenmähen absolut tabu, stattdessen sollte man rutschhemmende geschlossene Schuhe tragen und wenn man Böschungen mähen muss sollte man Sicherheitsschuhe anziehen.

Böschungen bis zu einer 30-Grad-Neigung mäht man am besten quer zum Hang in Schichtlinien. In steilerem Gelände ist es sinnvoll den Mäher von der Böschungskrone aus mit einem Seil gegen Abrutschen zu sichern und Steigeisen zu tragen.

Die Sicherheitsgriffe beziehungsweise -bügel mit denen nach dem Motorstart das Messer oder der Radantrieb zugeschaltet wird sollte man auf gar keinen Fall durch ein Festbinden oder ähnliches außer Kraft setzen. Ehe man sich von einem Motormäher entfernt sollte man den Motor abschalten und gegebenenfalls den Zündschlüssel abziehen.

Ein Anheben des Mähers, etwa damit man ihn zum Rasen oder wieder von dort wegräumen kann sollte genauso wie das Verstellen der Schnitthöhe oder die Beseitigung einer Verstopfung nur bei abgestelltem Motor und stillstehenden Messer erfolgen. Auswurföffnungen und Schutzeinrichtungen wie zum Beispiel ein Prallblech oder Grasfangkorb liefert der Hersteller nicht dafür mit, dass sie in der Garage verstauben, sondern um die Sicherheit für den Gärtner zu erhöhen. Deshalb sollte man dieses Zubehör auch an den Mäher montieren. Um Grasreste unter dem Mähdeck zu entfernen sollte man Arbeitshandschuhe anziehen.

Beim Elektromäher ist es empfehlenswert die Leitungen regelmäßig auf Isolationsschäden hin zu überprüfen. Durchgeschnittene Kabel sollte man nicht selber, sondern durch wie alle elektrischen Geräteteile von einer Fachwerkstatt reparieren lassen. Bei Nässe oder feuchter Witterung sollte der Elektromäher nicht benutzt werden. Als Zuleitungskabel dürfen wegen des Feuchtigkeitsschutzes nur solche für den Außenbereich verwendet werden.

Der Benzinmäher ist mit einem geeigneten Einfüllstutzen und maximal acht Wochen altem Kraftstoff zu betanken. Während der Arbeit gilt wie an der Tankstelle Rauchverbot. Um Gesundheitsschäden vorzubeugen sollte der Vergaser korrekt eingestellt, die Luftfilter öfter gereinigt und benzolfreier Kraftstoff verwendet werden. Einmal im Jahr sollte er zur Inspektion und wie dem Auto, so tut auch dem Benzinmäher ein regelmäßiger Ölwechsel gut. Am besten gibt man das Gerät nach dem letzten Herbst-Schnitt oder auch im Winter zur Inspektion in die Fachwerkstatt.

Beim Einkauf eines Rasenmähers sollte man auf das “GS-Prüfzeichen” für geprüfte Sicherheit achten. Kleine Grasflächen lassen sich mit einem handbetriebenen Spindelmäher recht leise und abgasfrei schneiden.

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