Korkparkett rein

Schonschek(Bild: Schonschek) Bei einem Fußbodenbelag aus dem Naturmaterial Kork denkt man an leise Sohlen, einen fußwarmen und auch barfußfreundlichen Boden, bei dem sich die Vorteile von Teppich mit denen des Holzfußbodens kombinieren lassen. In Mietwohnungen ist der meist etwas kostenintensivere Korkfußboden eher seltener anzutreffen. Korkböden gibt es als Parkett, der auch Klebekork genannt wird sowie als so genannter Korkfertigparkett zur leimlosen Verlegung.

Bei letzterem handelt es sich um einfache Klick- und Stecksysteme bei denen die Korknutzschicht auf einer Trägerplatte aufgebracht ist. Diese Systeme wurden speziell für die etwas einfachere Verlegung für den Heimwerker konzipiert.

Der Klebekork oder Korkparkett dagegen wird vollflächig mit dem Untergrund verklebt und stellt an den Untergrund somit höhere Anforderungen als die Klicksysteme. Meist sind Korkparkettplatten in den Abmessungen 30 x 30 oder 30 x 60 Zentimeter in einer Stärke zwischen 4 bis 6 Millimeter erhältlich. Hierbei kann man zwischen ein- und zweischichtigen Belägen unterschieden. Korkparkett gibt es mit einer unbehandelten, geölten oder vorversiegelten Oberfläche. Es gibt auch Korkböden mit PVC beschichteter Oberfläche, wodurch dieser aber leider an Natürlichkeit verliert.  Während es bei versiegelten und geölten Oberflächen möglich ist den Boden durch abschleifen wie bei Parkett auch zu renovieren, geht dies bei eingefärbter Oberfläche nicht.

Als bessere und haltbarere Variante gilt die vollflächige Verklebung der Korkfliesen mit dem Unterboden mit einem nachträglichen Versiegeln oder Ölen der Oberfläche. Je nach Vorbehandlung der Korkfliesen lassen sich diese im Nass- oder Kontaktklebeverfahren verlegen. Zuvor ist dafür aber eine sorgfältige Untergrund-Vorbereitung wichtig. So müssen alle mineralischen Untergründe wie etwa Estrich oder Gussasphalt gespachtelt werden um den Garantieanspruch nicht zu verlieren. Manche Korkbodenhersteller bieten exakt abgestimmt zu ihren Produkten auch die nötigen Produkte zur Untergrundvorbereitung, Verklebung sowie Versiegelung und Pflege an. Bevor man mit dem Nachversiegeln beginnt muss der Boden frei von Schmutz, Staub, Steinchen und ähnlichem sein. Als Werkzeuge benötigt man Kleberoller, Schneidmesser, Anschlagschiene, Gummihammer, Spezialversiegelungsroller und bei Bedarf auch ein Spezialreparaturspachtel sowie natürlich handwerklich geschickte Hände. Oder man beauftragt dafür einen erfahrenen Fachmann.

Mehr zum Thema Korkfussboden erfährt man auch auf der Seite des deutschen Korkverbands e. V. unter www.kork.de/de/boden/

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1 Kommentar zu “Korkparkett rein”

  1. Barbara sagt:

    Welch Zufall, das ist genau das Thema, das mich/uns beschäftigt, denn wir haben ein Zimmer mit Spannteppich zu renovieren und befassen uns nun mit Kork als Alternative zu Holzboden. Bin gespannt welches Material schlussendlich das Rennen gewinnt!

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