Garten

Sicheres Gärtnern – Teil 5: Gartenleitern

pixelio.de / Paul-Georg Meister(Bild: pixelio.de / Paul-Georg Meister) Nun rückt die Kirschernte in greifbare Nähe und so mancher Gärtner holt dazu wieder seine Leiter aus dem Schuppen. Allerdings verletzten sich immer wieder Menschen schwer, aufgrund eines Sturzes von einer Leiter. Die Ursache dafür liegt in den meisten Fällen in einem Benutzungsfehler. Beispielsweise werden Stufenstehleitern wie Anlegeleitern verwendet, ungeachtet der Tatsache dass die Stufenstehleitern nur wenn sie aufgeklappt sind einen sicheren Halt bieten. Außerdem neigen diese Modelle zusammengeklappt dazu nach hinten wegzurutschen. Im Garten sollten ausschließlich spezielle Gartenleitern beziehungsweise dazu umrüstbare Modelle zum Einsatz kommen.

Für die Pflege von höheren Obstbäumen sollte man eine spezielle Obstbaumleiter verwenden. An eine vorhandene Sprossen-Leiter kann man an den Standflächen verstellbare Spitzen anbringen, die in den weichen Gartenboden einsinken können und somit für mehr Halt sorgen. Als Grundregel zu Benutzung von Leitern generell gilt, dass man mit beiden Beinen fest darauf stehen und sich mit einer Hand festhalten soll. Vor dem Leiterkauf stellt man meist mehrere Überlegungen an und zwar wo und wie lange die Leiter eingesetzt werden soll. Wie viele Leitern werden benötigt? Auch die Länge der Leiter muss bedacht werden. So sollen beispielsweise Anlegeleitern mindestens einen Meter über die Anlegekante hinausragen. Zu prüfen ist auch die Beschaffenheit der Aufstellflächen. Praktisch ist es, wenn auch Zusatzteile wie zum Beispiel die oben erwähnten Bodenspitzen zu einer Leiter erhältlich sind. Und natürlich sollte man auch auf Zertifizierungen wie das GS-Zeichen für “Geprüfte Sicherheit” achten.

Mit Sicherheit hoch hinaus

Schadhafte Leitern müssen ausgemustert oder repariert werden. Ehe man auf eine Leiter klettert, sollte man diese auf Sicherheitsmängel hin prüfen. Bei Stehleitern ist auch auf das Einrasten der Spreizsicherung zu achten. Um zu prüfen, ob eine Stehleiter auf nachgebendem Boden einen festen, sicheren Stand hat, empfiehlt es sich dass man sich mit dem ganzen Gewicht auf jeden Leiterschenkel stellt. Für das Aufstellen von Anlegeleitern sollte man eine Schräge von 75 Grad anpeilen, damit die Leiter weder nach hinten kippt noch sich übermäßig durchbiegt beziehungsweise beim Besteigen zu stark wippt. Mit Einhängehaken oder Spanngurten sollten Anlegeleitern am Geländer oder an ƒsten befestigt werden. Das Anlegen an sicheren Stützpunkten versteht sich von selbst ebenso wie, dass man sich auf der Leiter nicht zu weit zur Seite beugt, sondern die Leiter lieber öfter einmal verstellt.

Sinnvoll ist das Tragen von Schuhen welche die Knöchel umschließen und auch eine rutschhemmende Sohle haben, denn somit ermüden die Füße weniger schnell und bekommen einen guten Halt. Egal ob Werkzeuggürtel oder -weste, ein Eimer der in den dafür vorgesehenen, s-förmigen Haken eingehängt werden kann oder Pflücktaschen für die Ernte, wichtig ist dass man sich immer mit einer Hand an der Leiter festhalten kann und mit der anderen Hand die Arbeiten wie ernten, ƒste absägen und so weiter ausführen kann. Arbeiten bei denen beide Hände gebraucht werden wie für die Heckenschere oder die Motor-Kettensägen sind auf der Leiter tabu. Eine Leiter sollte nicht ungesichert auf Wegen wie zu Beispiel der Garagenauffahrt aufgestellt werden. In solch einem Fall wäre es sinnvoll ein deutlich zu erkennendes Absperrband oder mit einer anderen gut zu erkennenden Absperrung die Leiter in gebührendem Abstand zu sichern.

Eure Kommentare

2 Kommentare zu “Sicheres Gärtnern – Teil 5: Gartenleitern”

  1. Sehr informatives Posting! Habe dein Blog in meine Blogroll aufgenommen!

    Geschrieben von Pflanzer | 15. Juni 2008, 21:23

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  1. [...] muss. Etwa um die Gardinen ab- und aufzuhängen, für Handwerkerarbeiten an der Decke oder auch im Garten zur Ernte im Obstbaum. Also darf eine Leiter in der Abstellkammer nicht fehlen. Eine Stufenleiter [...]

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