Kompost umsetzen - ab Februar bis in den Frühling

frischer KompostIm Februar, wenn es noch einmal kalt wird und der Winter auch über den Garten herein bricht, gibt es im Garten noch wenig zu tun. Umso mehr kann man sich auf den bevorstehenden Frühling vorbereiten. In der Pflanzzeit und während des Aussäens von Gemüse und Blumen wird viel Erde benötigt.

Der Kompost für "faule Gärtner" - so geht es ohne Umgesetzen

Wenn Sie sich vor Beginn der Kompostierung genau informiert haben, wie ein

Kompost korrekt aufgebaut wird, Kenntnisse über die richtige Zusammensetzung eines Komposts erworben haben, und für Ihren Kompost den richtigen Platz im Garten gefunden haben, können Sie auch ohne das arbeitsame Umsetzen des Komposts auskommen. Voraussetzung ist ein wenig Geduld, denn die "Biofabrik Kompost" braucht auch, wenn alle Arbeitsabläufe korrekt ineinander greifen, mindestens ein Jahr, bis verwendbare Komposterde entsteht. Außerdem sollten Sie beim Befüllen des Komposts sorgfältig darauf achten, keine größeren und festen Teile einzubringen.

Dann steht zunächst ein Reifetest für den Kompost an, der wie folgt funktioniert:
  • Sie füllen ein Schälchen mit Ihrem Kompost und streuen eine Packung Kressesamen darauf aus, die Sie leicht andrücken.
  • Die Erde in der Schale wird immer leicht feucht gehalten, am besten sprühen Sie das Wasser auf, eine Abdeckung aus Folie oder Glas hilft die Feuchtigkeit zu halten.
  • Nun brauchen Sie wieder Geduld, nach drei bis vier Tagen sollten sich Keimlinge zeigen, die nach etwa einer Woche eine dichte grüne Wiese ausbilden.
  • Erscheint eben diese dichte Wiese nicht, sondern zeigen sich überhaupt keine Keimlinge, ist der Kompost auf jeden Fall noch zu frisch.
  • Zeigen sich Keimlinge, die jedoch in die Höhe schießen, umknicken oder deformiert aussehen oder gelbe bzw. braune Blätter bekommen, ist der Kompost auch noch nicht
    reif.
Wenn Sie einfach den unreifer Kompost verwenden würden, würden Sie den Pflanzen in Ihrem Garten ebenso zusetzen wie der Kresse, ein solcher Kompost ist reich an organischen Säuren, die die Pflanzen nicht vertragen. Damit diese Säuren abgebaut werden, darf der Kompost in diesem Fall noch etwa sechs Monate (keine Keimlinge) bzw. mindestens drei Monate (unschöne Schösslinge) nachreifen. Wenn der Kompost gut durchgereift ist, besteht er auch ohne Umsetzen komplett aus feiner, hochwertiger Erde, die Sie überall dort verwenden können, wo es nährstoffhungrige Pflanzen gibt .

Das Umsetzen beschleunigt die Reife

Wenn Sie weniger zu den faulen, sondern eher zu den eiligen Gärtnern gehören, können Sie den Mikroorganismen, die in Ihrem Kompost tätig sind, helfen:
  • Zerkleinern Sie größeres Kompost schon bevor Sie es auf den Kompost geben, z. B. mit einem Häcksler.
  • Sorgen Sie schon beim Aufbau für gute Durchlüftung, indem Sie verschiedene Materialien abwechselnd auf den Kompost schichten.
  • Setzen Sie den halbreifen Kompost um, indem Sie Schaufel für Schaufel auf einen anderen Kompostplatz geben und den Kompost dabei ein wenig auflockern.
  • In der Regel wird der Kompost aus den Gartenabfällen des Herbsts im Frühjahr umgesetzt, also nach etwa einem halben Jahr.
  • Während des Umsetzens sollten Sie auch alle Bestandteile aussortieren, die nicht gut verrotten, weil sie einfach zu groß sind. 
  • Außerdem sollten Sie auch darauf achten, zu trockene Teile mit zu feuchten Arealen neu zu mischen.
Kompost entnehmenBei

bestimmten Fehlentwicklungen des Komposts sollten sich auch bequeme Gärtner zum Umsetzen entschließen, z. B. wenn beim Aufhäufeln aus Versehen Schichten faulenden Materials oder nicht verrottender grüner Blöcke entstanden sind oder wenn der gesamte Kompost zu feucht geworden ist. Immer wenn sich auf dem Kompost absolut nichts tut oder wenn es anfängt, unangenehm zu "duften", ist er meist nur noch durch Umsetzen zu retten.

Kompost sinnvoll?

Besonders für die Aussaat empfiehlt es sich auf Kompost, welcher reich an Mineralien und Nährstoffen für die Pflanzen ist, zurückzugreifen. Man setzt jetzt im Februar den neuen Kompost um und siebt den alten. Das feine Substrat ist ideal für die Zucht von jungen Pflanzen und erspart einem anfangs das Düngen.

Den Kompost siebt man am besten, indem man ein großes Sieb schräg an den Komposthaufen anlehnt und den Kompost mit der Schaufel über das Sieb gibt. Anfangs gelangt nur wenig durch dieses, aber wenn man den Kompost immer wieder aufs Sieb gibt, hat man schon bald einen beträchtlichen Erdhaufen, den man ideal zur Zucht von Jungpflanzen verwenden kann. Das Material, was nicht durch Sieb passte, kann man auf den Kompost zurückgeben, nachdem man große Steine oder andere Materialien, die nicht in den Kompost gehören, ausgelesen hat.