Saatgut & Samen kaufen - auf das sollte man achten!

Saatgut und ZwiebelnIm Frühling wird man als Gartenfreund überall verlockt Saatgut (Samen, Gemüsesamen, Blumensamen, Pfanzensamen, Sämereien) zu kaufen. Dies wird überall angeboten; ob im Gartencenter, Baumarkt, in der Gärtnerei und Baumschulen, sowie auch im Supermarkt. Die gängigsten Blumensamen und Gemüsesamen findet man hier zu günstigen Preisen von 20Cent bis 1,50 Euro je Packung.

Doch beim Saatgut gilt immer: Qualität geht vor Preis!

Achten Sie beim Saatgutkauf immer auf folgende Dinge:

1.)
Haltbarkeit: Ist das Saatgut noch haltbar? Kaufen

Sie niemals altes Saatgut, da hier die Keimrate sehr niedrig sein kann (Keimfähigkeit lässt stark nach). Auch auf Samen, die unter 2 Monate haltbar sind, sollte man lieber verzichten.

2.) Verpackung: Ist die Verpackung sauber und frei von Wasserflecken? Samen, die nicht gut verpackt wurden und an welche Wasser gekommen ist, sind nahezu nutzlos, denn auch hier ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Samen keimen, sehr gering.

3.) Qualität: Qualitätssamen hat eine hohe Keimrate und ist lang haltbar. Investieren Sie 10Cent mehr in das Saatgut pro Packung und Sie haben höchstwahrscheinlich eine super Keimrate!

Zudem sollte kein Samen gekauft werden, der erst in mehr als vier Monaten benötigt wird. Dieser kann dann zum Zeitpunkt, wenn er gebraucht wird, gekauft werden.

Wie lange sind Samen haltbar?

Die Keimrate eines Samens hängt wie gesagt vom Alter ab, was jedoch nicht bedeutet, dass Sie im Gartencenter unbedingt immer nur Saatgut aus dem gleichen Jahr bekommen bzw. kaufen müssen. Für die gängigen Pflanzen sollte und wird das sicher der Fall sein, wenn Sie jedoch ein ganz besonderes Saatgut suchen, das in einer spezialisierten Gärtnerei gezogen wird, können Sie mitunter aus den Samen sehr vieler Sorten einer Pflanze auswählen. Die können dann meist nicht für jede Pflanze jedes Jahr frisch
gezogen werden, was der Qualität jedoch nicht schadet, denn der spezialisierte Gärtner weiß genau, wie lange die Samen dieser seltenen Sorten keimfähig bleiben.

Denn die Keimfähigkeit der Samen bleibt unterschiedlich lange erhalten. Hier ein Überblick über die Lebensdauer der wichtigsten Blumen-, Kräuter- und Gemüsesaaten:
  • Die Samen für Liebstöckel, Schwarzwurzeln und Pastinaken sollten Sie jedes Jahr frisch kaufen
  • Ein bis zwei Jahre überdauert das Saatgut für Astern, Bohnenkraut, Oregano, Schnittlauch und Lauch (Porree).
  • Zwei bis drei Jahre halten die Samen von Fleißigen Lieschen, Glockenreben, Kornblumen, Männertreu, Lavendel, Dill, Gartenkresse, Kamille, Blumenkohl, Feldsalat und Zwiebeln.
  • Drei bis vier Jahre dürfen die Samen von Malven, Husarenknöpfen, Ringelblumen, Wicken, Kerbel, Kümmel, Buschbohnen, Chicorèe, Dicke Bohnen, Erbsen, Kopfsalat, Mangold, Möhren, Paprika, Pflücksalat, Sellerie, Spinat und Tomaten aufbewahrt werden.
  • Vier bis fünf Jahre überdauert das Saatgut von Fuchsschwanz, Basilikum, Brunnenkresse, Sauerampfer, Endivie, Gurke, Kohl, Mais, Radieschen, Rote Bete und Zucchini.
Was ist beim Kaufen von Saatgut noch zu beachten?

Aussaat von PetersiieNatürlich sind die obigen Angaben nicht fest umgrenzt, und sie setzen voraus, dass Sie die Samen richtig behandeln. Das ist bei Kauf und Lagerung von Saatgut zu beachten:
  • Wenn Sie bei sehr feinem Samen Saatbänder kaufen, erleichtert Ihnen das bei dieser fragilen Saat die Aussaat in den richtigen Abständen erheblich.
  • Mit dem Erwerb von Samen auf Saatbändern sparen Sie auch

    Arbeit, nämlich das Pikieren, das sich beim Gebrauch von Saatbändern in den seltensten Fällen als notwendig erweist. 
  • Sie können auch sogenannten pillierten Samen kaufen, der gleich mit Dünger und vielleicht auch pflanzenstärkenden Beimischungen ausgestattet ist. 
  • Oder kalibrierten Samen, der wurde zu einer einheitlichen Aussaatgröße gemischt, er bringt ziemlich gleichförmige Pflanzen zur fast gleichen Zeit hervor.
  • Restbestände von Samen sollten Sie bei möglichst niedrigen Temperaturen in luftdicht verschlossenen Behältern lagern, im Winter am besten unter 10 Grad.
  • Wenn Sie von eigenen Pflanzen Samen gewinnen möchten, sollten Sie darauf achten, dass dieser auch ausgereift ist (meist muss er dunkelbraun werden).
  • Die beste Qualität werden Sie erhalten, wenn Sie bei einem Gärtner in Ihrer Nähe kaufen (die Pflanzen kennen den Boden der Region), der selbst Bio-Samen zieht.
Sicher ist das ganz natürlich gezogene Saatgut etwas teurer - die Enttäuschung, die überlagerter Samen von schlechter Qualität erzeugt, ist jedoch durch die Ersparnis einiger Euro sicher niemals aufzuwiegen!