Frühlingsbote Forsythie - Pflege und Schnitt

Forsythie in BlüteDie Weiße Forsythie ist weit zierlicher und anspruchsvoller als sein gelbes Familienmitglied. Sie mag es lieber geschützt und gedeiht als Jungpflanze in einem Kübel am besten.

Wegen ihrer weißen Blüten, die oftmals leicht rosa überhaucht sind, wird die Weiße Forsythie auch Schneeforsythie genannt. Sie wird nur maximal eineinhalb Meter hoch und etwa genauso breit. Die Weiße Forsythie sollte einen sonnigen bis halbschattigen und windgeschützten Platz bekommen. Außerdem ist in kalten Lagen und in langen Wintern für den nötigen Schutz vor Kälte

zu sorgen. Die Weiße Forsythie blüht ebenfalls schon ab März, ihre Knospen und Blüten können jedoch im Gegensatz zur gewöhnlichen Forsythe bei Spätfrösten erfrieren. Bei der Bodenbeschaffenheit ist sie jedoch ebenso anspruchslos wie ihre Schwester und auch der Rückschnitt erfolgt auf die gleiche Weise.

Als Alternative zur kleinen Schneeforsythie bieten sich aber auch die Zwerg-Forsythien an, die mit der Kälte besser zurecht kommen. Hierbei handelt es sich um Züchtungen, die nur etwa einen Meter hoch werden und sich daher auch für kleine Gärten und Vorgärten eignen. Sie können direkt ins Freiland oder in einen Kübel gesetzt werden. Bei der Kultivierung im Kübel ist im Winter jedoch für einen entsprechenden Schutz zu sorgen, damit der Wurzelbereich nicht komplett gefriert. Außerdem muss die Forsythie in diesem Fall auch im Winter gegossen werden, sodass der Topfballen nicht vollständig austrocknet.

Wenn sich das Wurzelwerk gut ausgebildet hat, kann die Forsythie ihren geschützten Standort verlassen und an einen beliebigen Standort wieder eingepflanzt werden.

ForsythienblüteDie Pflege im Überblick
  • Standort: sonnig
  • Boden: anspruchslos, aber etwas kalkempfindlich
  • Wasserbedarf: normal
  • Rückschnitt: nach der Blüte
  • Vermehrung: durch Stecklinge
Tipp

Mit einigen
Forsythienzweigen in einer Vase lässt sich im Winter das Haus schmücken, denn in den beheizten Wohnräumen treiben sie schon frühzeitig aus und blühen. Traditionell schneidet man Forsythienzweige wie auch Zweige von anderen Sträuchern und Obstbäumen am Namenstag der Heiligen Barbara am 4. Dezember, daher werden sie auch Barbarazweige genannt. Bei einem Schnitt rund um diesen Termin öffnen sie zur Weihnachtszeit ihre Blüten.

Blütezeit

Der Blütenstand der Forsythie zeigt den nahenden Frühling auf. Auch wenn der Garten noch kahl erscheint, schaffen die gelben Blüten im März bereits die ersten Frühlingsgefühle. Sehr anspruchslos erfreut sich die Forsythie einer großen Beliebtheit.

Standort

Forsythien sind winterhart, freuen sich aber dennoch über einen sonnigen Standort. Je mehr Sonne ihnen zu Gute kommt, umso schneller entfaltet sie ihre Blüten. Forsythie haben kein tiefes Wurzelwerk, sondern bilden vielmehr ein flaches Netzt unter der Oberfläche. Durch diese Tatsache kann die Forsythie gut neben anderen Sträuchern und Bäumen gesetzt werden.

Wasser nehmen sie immer wieder gerne auf, wobei durch das flache Wurzelwerk die Gefahr von Staunässe nicht besteht. Von der Bodenbeschaffenheit her stellt die Forsythie ebenfalls nur wenige Ansprüche. Lediglich auf einen niedrigen Kalkgehalt sollte geachtet werden.

Schneiden

Forsythie müssen für ein gutes Blütenbild regelmäßig zurück geschnitten werden. Am besten erfolgt dies nach der Blüte. Alte Triebe können komplett zurück geschnitten werden, da die Forsythie in den Sommermonaten optimale Vorraussetzungen hat, um neue Triebe zu bilden.
Werden die Forsythien nicht regelmäßig verschnitten,

bleibt die Blütenpracht leider aus.

Frühlingsbote schlechthinDer Schnitt muss direkt in Anschluss an die Blüte erfolgen. Das Verschneiden in den Sommermonaten ist bereits zu spät und gibt dem Strauch keine Möglichkeit, genügend neue Triebe zu schaffen. Wenn die Zeit bereits zu weit fortgeschritten ist, sollten Gartenfreunde dann lieber ganz auf den Schnitt verzichten.

Leider selten in deutschen Gärten vertreten, ist besonders die Weiße Forsythie, auch Schneeforsythie genannt, ein wahres Highlight. Sie blüht ebenfalls im März und schafft nicht nur mit ihren weißen Blüten ein tolles Bild, sondern verströmt ein betörendes Mandelaroma.

Die Weiße Forsythie ist weit zierlicher und anspruchsvoller als sein gelbes Familienmitglied. Sie mag es lieber geschützt und gedeiht als Jungpflanze in einem Kübel am besten.

Forsythien lassen sich durch Stecklinge am besten vermehren. Hierzu setzt man sie an einen windgeschützten aber sonnigen Standort. Es ist empfehlenswert immer 4 bis 5 Stecklinge auf einmal zu setzen, da nicht immer alle Absenker austreiben.

Wenn sich das Wurzelwerk gut ausgebildet hat, kann die Forsythie ihren geschützten Standort verlassen und an einen beliebigen Standort wieder eingepflanzt werden.