Im Sommer erscheint selbst das baufälligste Haus durch wuchernden, leuchtenden Blumenschmuck, der ablenkt von so manchem Mangel wie Mauerrissen oder abgebröckelter Fassade, charmant und reizvoll.
Herbstschmuck für Balkonkästen
Ist die Sommerzeit vorbei und die Pracht ...
abgeräumt, wirkt es entblösst und unvollkommen und deckt in seiner üNacktheitü alle Unzulänglichkeiten gnadenlos auf. Aber selbst ein perfektes Heim wird durch Blütenpracht ungemein aufgewertet, erscheint noch einladender und behaglicher. Grund genug unsere Blumenkästen niemals leer zu lassen! Und auch jetzt, nach der warmen Jahreszeit, wollen wir nur die kunterbunten Sommerfarben gegen warme Herbsttöne austauschen. Denn mit den ersten kalten Nächten geht für Geranien & Co die Saison zu Ende.
Die Stecklinge von den Balkonblumen haben wir ja bereits geschnitten und auch den nötigen Platz für die Überwinterung der einen oder anderen Balkonpflanze vorbereitet. Wir können also frohgemut ans Werk gehen:
Schmale ...
Kästen kleidet man am besten mit Noppenfolie aus. Sie bewahrt die Wurzelballen vor dem Durchfrieren und macht somit die Kästen winterfest. Eine Drainageschicht aus Blähton schützt vor Staunässe. Das verbliebene Substrat können wir mit handelsüblicher Balkonerde ergänzen. Beim neuerlichen Bepflanzen planen wir am besten gleich üNonstop-Blütenzauberü ein, indem wir fürs nächste Frühjahr Frühlingszwiebeln (Krokusse, Winterlinge, niedrige Tulpen, Mininarzissen, Hyazinthen, Schneeglöckchen usw.) ca. fünf Zentimeter tief in die Erde drücken. Die Stellen markieren, denn darauf müssen Blumen gesetzt werden, die im Frühling längst üausgedient habenü, damit die Frühjahrsblüher auch den nötigen Freiraum haben, sich richtig entfalten zu können. Als immergrüner Schmuck bieten sich Zwergkoniferen an, aber ebenso kann man Schnittgut vom Herbstschnitt unserer Nadelbäume verwenden. Entweder Äste mit kräftigem Stiel in die Erde stecken, oder mehrere kleine Zweige mittels Steckdraht bündeln.
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Herbst im Garten
Dabei ein längeres Drahtende nach unten hin abstehen lassen, nochmals umbiegen - um mehr Kräftigung zu erreichen - und hiermit die Büschel fest in der Erde verankern. Nadelhölzer bringen Ruhe in die Kästen, passen zum herbstlichen Flair und können auch den Winter über stehen bleiben. (Sieht dann auch im Winter romantisch aus, wenn die grünen Schöpfe ein Schneehäubchen tragen.) Dazwischen pflanzt man herbstliche Farbtupfer: Kleinblütige, zierliche Stiefmütterchen, strahlende Astern, sonnig-warmgelbe Chrysanthemen, üppige Glockenheide (Erika) und zierliche Besenheide (Calluna). Wie grosse Blüten leuchten auch die Zierkohlsorten, die in den letzten Jahren so richtig modern geworden sind, mit ihren gefransten oder gekrausten Blättern.
Mit zunehmender Kälte wird ihre Farbenpracht immer üppiger. Sehr gut eignet sich auch Efeu: die Ranken einfach in die Erde stecken ü sie wurzeln von ganz allein - bilden einen immergrünen Hängeteppich und lassen den Balkonkasten üppig erscheinen. Fröhlich, weil so zerzaust und strubbelig, wirkt der australische Schönkopf. Ganz besondere Hingucker sind vereinzelt eingefügte Teile der Lampionblume. Ihr sattes Orangerot scheint in der tiefstehenden Herbstsonne nahezu zu glühen. Kleine Arten der Fetthenne, mit ihren warmen, meist rostroten Blüten, passen ideal zum herbstlichen Bild. Ausserdem ist die Pflanze robust und lässt sich nach dem Winter wieder im Garten auspflanzen.
Je nach Geschmack und Umgebung lassen sich die herbstlichen Blumenkästen und Tröge romantisch und verspielt - oder ländlich und natürlich - gestalten, indem man die Lücken mit filigranen Gräsern oder den passenden Zweigen füllt und dadurch die nötigen Akzente setzt: Mit Rutenhirse, Chinaschilf, Rohrglanz-, Silberähren- oder Federborstengras einerseits - oder Buchsbaum-, Eukalyptus-, Kriechwacholder- oder Rosenzweigen (mit Hagebutten) andererseits - lässt es sich wunderbar variieren.
Vergessen Sie auch im kalten Herbst nicht aufs richtige Giessen. Die meisten Schäden entstehen durch einen trockenen oder verfaulten Wurzelballen.
von Vilma-Sonja Zugmaier
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