Grippeimpfung - wann ist Impfen sinnvoll?

Grippe - wann soll man sich impfen lassen? Alle Jahre wieder in den Wintermonaten tönt es aus der Presse: Eine riesige Grippewelle sucht das ganze Land heim. Täglich fordert die Grippe neue Todesopfer. Vielen wird bei diesen Aussagen, die durch die Medien geistern, angst und bange. Doch das muss nicht sein, denn gerade gegen die Grippe kann man sich schützen.

Eine Impfung sollte dabei möglichst frühzeitig, bereits im September oder Oktober erfolgen. Diese frühe Impfung ist insofern erforderlich, als dass der tatsächliche Impfschutz erst nach

etwa zwei bis drei Wochen einsetzt. Außerdem ist es sinnvoll, sich noch vor der Grippesaison impfen zu lassen, da man sich während der Saison leicht bereits im Wartezimmer anstecken kann.

Wichtig ist es dabei zu bedenken, dass die Grippeimpfung jedes Jahr aufs Neue erfolgen muss. Denn die Grippeviren verändern sich von Jahr zu Jahr so stark, dass der bereits einmal immunisierte Körper sie bereits im Folgejahr nicht mehr erkennt und demzufolge auch nicht mehr wirksam bekämpfen kann.
Grundsätzlich sollte sich jeder gegen die Grippe impfen lassen, doch bestimmte Personengruppen sollten eine Impfung unbedingt durchführen lassen. Dazu zählen vor allem chronisch Kranke, Kinder und ältere Personen. Denn mit steigendem Lebensalter nimmt die Kraft des Immunsystems deutlich ab. Deshalb empfiehlt man generell allen Menschen über 60 Jahren, sich impfen zu lassen. Bei Kindern ist ein Impfschutz ab dem sechsten Lebensmonat möglich. Allerdings ist hier abzuwägen, ob dieser sinnvoll ist.

Da die kleinen Körper oft auch gegen so viele andere Krankheiten geimpft und von diesen Impfungen schon geschwächt sein können. Menschen, die
in ihrem Berufsleben sehr viel mit Menschen zu tun haben, speziell Krankenpfleger, Schwestern und Ärzte sollten sich ebenfall unbedingt gegen die Grippe impfen lassen. Hier laufen die betreuten Personen sonst schnell Gefahr sich anzustecken. Denn ist man erst einmal mit dem Grippevirus infiziert, ist dieses bereits ansteckend, noch bevor der Infizierte es bemerkt. Schwangere sollten sich vor einer Impfung mit ihrem Frauenarzt besprechen. Sollte der voraussichtliche Entbindungstermin in der Grippesaison liegen, wird häufig eine Schutzimpfung empfohlen. Diese wird meist im zweiten Drittel der Schwangerschaft durchgeführt. Für diese Personengruppen werden die Kosten für die Grippeschutzimpfung auch von den Krankenkassen übernommen.

Aber auch Personen, die an heftigen, chronischen Grunderkrankungen leiden, sollten sich unbedingt impfen lassen. Zu diesen Krankheiten gehören speziell Diabetes mellitus, die Zuckerkrankheit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder auch Asthma. Liegen diese Krankheiten vor, sollten auch Kinder gegen die Grippe geimpft werden. Denn durch die Krankheiten wird das Immunsystem sehr stark geschwächt.
Aber man muss dabei immer bedenken, dass eine Grippeimpfung nicht davor schützen kann, im Winter krank zu werden. Mit harmlosen Erkältungen ist trotzdem zu rechnen. Auch eine Grippe kann auftauchen, allerdings meist in stark abgeschwächter Form.

Das heißt, man sollte den Unterschied zwischen einer Erkältung, einem grippalen Infekt und einer Grippe unbedingt kennen. Zwar werden diese Krankheiten alle durch Viren verursacht, sind jedoch völlig unterschiedlich. Die Erkältung kann sich oftmals von selbst zurückbilden und ist eher harmlos. Die Grippe dagegen endet oft tödlich. Deshalb sollte man speziell bei starken Fieberschüben, extremen Kopfschmerzen u. ä. Sofort den Arzt aufsuchen und die Ursache abklären lassen. Nicht selten liegt hier eine Grippe vor,

die gänzlich anders behandelt werden muss, als eine einfache Erkältung.