Hausmittel gegen Halsschmerzen

Hausmittel gegen Halsschmerzen Halsschmerzen gehören eigentlich zu jeder Erkältung. In Kombination mit Husten und Schnupfen, können besonders Halsschmerzen sehr unangenehm werden und dem Erkälteten zu schaffen machen. Jeder Deutsche hat ungefähr viermal im Jahr eine Erkältung und meistens wird diese begleitet von unerträglichen Halsschmerzen.

Bei jedem Schlucken, egal ob man festes oder flüssiges zu sich nimmt, ergibt sich ein Gefühl von kratzendem und schneidendem Stacheldraht im Hals. Eine Trockenheit im Mund und Rachenraum ist dann noch zusätzlich unangenehm. Daher ergibt sich automatisch

das erste Hilfsmittel: viel Trinken! Der Hals tut schon von sich aus das Richtige, man wird immerzu gezwungen, zu schlucken. Und das heißt nichts anderes, als viel zu trinken.  

Ein anderes wirksames Hausmittel ist eine kräftige Hühnerbrühe. Bei allen Erkältungssymptomen ist sie der richtige Weg, wieder zu Kräften zu kommen. Und außerdem tut man dem Hals etwas Gutes, wenn man ihn nicht noch zusätzlich mit großen Nahrungshappen quält. Sogar Laboranalysen zeigen, dass eine hausgemachte Hühnerbrühe entzündungshemmende Wirkstoffe enthält.

Auch andere Hausmittel, wie Kamillenblüten oder Salbei helfen bei Halsschmerzen. Beides ist als Extrakt in der Apotheke zu bekommen. Diese Extrakte werden jeweils mit einem Esslöffel Salz und einem halben Liter lauwarmem Wasser vermischt und man erhält eine heilende Gurgelmischung. Die Lösung hat desinfizierende Wirkungen, was ungeheuer wichtig ist.

Daraus ergibt sich auch, dass man einmal mehr auf Sauberkeit im Hals achten sollte, wenn Halsschmerzen einen quälen. Daher ist auch ganz wichtig, die Zähne zu putzen, auch wenn es sehr unangenehm ist.

/>Ein altes Rezept aus Omas Zeiten sind die so genannten Kartoffelwickel, die man ruhig probieren sollte, bevor man teures Geld zum Arzt schafft. Hierzu werden ungeschälte Kartoffeln gekocht und zerdrückt, anschließend gibt man die Masse in ein feuchtes Tuch. Nach etwas Abkühlung wird der Wickel einfach um den Hals gelegt, aber Vorsicht, nicht zu heiß auflegen.

Die Hausmittel lassen sich in Gruppen einteilen

Die oben kurz skizzierte Vielfalt der verfügbaren Hausmittel lässt in vielen von uns den Eindruck zurück, es mit einer Sammlung verschiedenster Wundermittel zu tun zu haben, deren Wirkmechanismen sich einer genaueren Betrachtung entziehen. Dem ist keineswegs so, die Hausmittel lassen sich vielmehr nach den Effekten, die die jeweils beteiligte Wirksubstanz ausübt, recht gut in Gruppen einteilen:

Einige dienen schlichtweg der Desinfektion, mit der auch die ständige Selbstinfektion mit den eigenen Viren verhindert werden soll: Dazu gehört der Rat zu häufigem Händewaschen, vor allem nach dem Naseputzen, und zum Einmalgebrauch von Taschentüchern, aber auch die meisten Lutschbonbons und die meisten Hausmittel aus dem Küchenschrank haben eine desinfizierende Wirkung.

Der Rat, den Körper warmzuhalten, ob durch warme Fußbäder/Wickel oder warme Halstücher oder Halswickel mit warmem Kohl oder Rotlichtbestrahlung oder generell durch eine Extraschicht Kleidung, hilft unserer Immunabwehr: Kälte verengt die Blutgefäße, schlechte Durchblutung vermindert die Immunabwehr, gute Durchblutung regt den Stoffwechsel an, der dann kräftig Abwehrzellen bildet.

Viele der empfohlenen Hausmittel enthalten entzündungshemmende Substanzen, z. B. Ananassaft oder Kamillentee oder Knoblauch, Zwiebelsaft mit Honig gleich in beiden Komponenten, und der Rat, viel zu trinken, hat auch einfach den

Effekt, dass die Viren weggeschwemmt werden.

Viele der Hausmittel erfüllen gleich mehrere dieser Aufgaben, wie der warme Lindenblütentee, der desinfizierende und entzündungshemmende Substanzen enthält, den Körper durchwärmt und Viren wegspült.

Hausmittel haben ihre Vorteile

Wenn Sie mit Hausmittel gegen Halsschmerzen vorgehen, geben Sie dem Körper zunächst Gelegenheit, seine eigenen Waffen gegen entzündliche Vorgänge im Körper anzuwenden und durch diese Übung auch für die Zukunft gebrauchsbereit zu halten. So wird Fieber bei gesunden kräftigen Menschen heute nicht mehr unterdrückt, sondern eher durch eine Schwitzkur noch angeregt, es tötet Viren.

Außerdem können Sie in vielen Fällen auf den Einsatz stärkerer Medikamente verzichten, was ebenfalls seine Vorteile hat: Jedes Medikament, das wirkt, hat auch Nebenwirkungen, lautet ein alter Spruch unter Medizinern, und gerade bei vergleichsweise harmlosen Beschwerden wie Halsschmerzen wurde in der jüngeren Vergangenheit häufig mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Was sich für den einzelnen Patienten durchaus zu seinem Nachteil auswirken könnte, bei der zu häufigen Verordnung von Antibiotika besteht immer die Gefahr, dass sich Resistenzen bilden und der Patient irgendwann nicht mehr auf Antibiotika anspricht.

Deshalb gehen Ärzte heute meist vorsichtiger mit dem Einsatz bestimmter Medikamente um. Genau diese Entscheidung sollten Sie jedoch unbedingt dem Arzt überlassen: Reste irgendwelcher Tabletten mit Ihnen nicht bekannten Inhalten zählen auf keinen Fall zu den Hausmitteln, und deren Anwendung sollte auch auf einige Tage beschränkt bleiben. Zeigt sich bis dahin keine deutliche Besserung der Beschwerden, ist der Gang zum Arzt fällig.

Gute Besserung!