Winterdepression - das hebt die Stimmung

Winterdepression - was hebt die Stimmung? Jedes Jahr das gleiche Leid - kalt, nass, dämmerig und trübe Sicht beim Blick aus dem Fenster. Es ist November, und ich betrachte diese Stimmung lieber von drinnen als von draußen. Mehr noch, ich schaffe es nicht nach draußen! So ergeht es zwischen November und Januar vielen Menschen, schon seit Jahrtausenden. Bereits die Griechen haben Berichte überliefert über die Winterdepression, heute auch saisonal abhängige Depression (SAD), siehe auch Herbstdepression, genannt, und dennoch scheint den Ärzten und Therapeuten bis heute das Problem vergleichsweise fremd zu sein.


/>Körperlich und seelisch  sind Stimmungsschwankungen ein natürlicher Prozess, der sich, durch Lichtmangel bedingt, bei allen Menschen vollzieht. Jedoch sind die Auswirkungen bei jedem unterschiedlich ausgeprägt. Man verkriecht sich im warmen Haus, ist schlecht gelaunt, antriebslos, ja, oft sogar kontaktscheu, so dass es Überwindung kostet, nach dem Telefonhörer zu greifen. Man schläft mehr als gewöhnlich, isst mehr Süßes, nimmt zu, wird noch unbeweglicher

Betroffen davon sind nach heutigen Schätzungen - denn über gesicherte Ergebnisse verfügt die Forschung noch immer nicht - ungefähr jeder zehnte, wobei nicht immer die Depression auch voll zum Ausbruch kommt. Da es bei einer Winterdepression zu einem Teufelskreis zwischen Reizbarkeit, Missstimmung => Verstärkung
von zwischenmenschlichen Problemen in Familie und am Arbeitsplatz => noch ausgeprägterer Mutlosigkeit bis zu Ängstlichkeit oder sogar Panik vor der Bewältigung des folgenden Tages kommt, spielt eine bedeutende Rolle, in welcher Form der Betroffene Probleme generell angeht. Wenn er eher introvertiert nach innen arbeitet, wird das die Depression verstärken, er wird sich abkapseln, was jede Behandlung des Problems noch erschwert.

Wenn man berücksichtigt, dass man Winterdepressionen im Mittelmeerraum praktisch überhaupt nicht kennt, sie dagegen in Skandinavien sogar stärker als in Deutschland auftreten, liegt der Schluss nahe, dass der Mensch deutlich mehr Licht braucht.

Mögliche Maßnahmen sind also in erster Linie:
die Licht- bzw. Fototherapie, eine an das Sonnenlicht angepasste Bestrahlung über die Netzhaut über 3-7 Tage; die Behandlung mit medikamentösen Antidepressiva, die z.B. auf Basis von Johanniskraut oder serotoninhaltige Präparate, die über das Gehirn stimmungsaufhellend wirken; Spaziergänge bei Tageslicht, wobei es darum geht, wirklich normales Tageslicht auszunutzen; wenn möglich, einen Urlaub in einer südlicheren Region mit mehr Lichteinwirkung einrichten.

Größtmögliche Gemütlichkeit im Wohnraum und Zusammensein mit anderen Menschen hilft auch, sich nicht zu verkriechen.

Machen Sie sich fit, denn eine Erkältung mit Husten oder Reizhusten, Schnupfen und Halsschmerzen könnten selbst einen Menschen, der nicht von der Winterdepression betroffen ist, den Rest geben.

Für alle medizinischen Methoden gegen die Winterdepression sei darauf hingewiesen, dass sie unbedingt unter ärztlicher Behandlung angewandt werden müssen, und wenn das schwierig sein sollte, hilft es vielleicht, wenn man einen guten Freund einweiht, der einem einen Anstoß zum Spazierengehen gibt, oder der einen zum Arzt begleitet.