Zierkürbisse - Pflege, Anbau im Topf

Zierkürbisse - Pflege, Anbau im Topf

Zierkürbisse werden aufgrund ihrer farbigen und formschönen Früchte gerne für die Dekoration von Haus, Hof und Garten verwendet. Kürbispflanzen tragen die größten Früchte im Pflanzenreich.

Auch die Gurke, Zucchini, Zuckermelone und Melone gehören zur Gattung der Kürbisse und haben eine herausragende Bedeutung für die Ernährung von Mensch und Tier.

Viele Kürbispflanzen bilden auch ölhaltige Samen, aus denen das beliebte Kürbiskernöl gewonnen wird. Alle essbaren Kürbisse gehören der Gattung der Curcbita an. In Europa werden vorwiegend Riesenkürbisse, Moschuskürbisse, Gemüsekürbisse und Feigenkürbisse

angebaut. Die Arten sind in ihren Formen und Farben sehr unterschiedlich, so können sie von Tennisball-Größe angefangen auch Gewichte bis zu 500 Kilo erreichen. Sie unterscheiden sich jedoch nicht nur in der Größe und Farbe, sondern auch in der Struktur der Schale. Die Fruchtschale kann glatt, gekerbt, verkorkt oder auch warzig aussehen. Aufgrund der Artenvielfalt ist es nicht ganz einfach alle Kürbis-Sorten auseinanderzuhalten und die giftigen von den genießbaren zu unterscheiden. Da alle ungenießbaren Kürbisse Bitterstoffe enthalten, gibt eine kleine Geschmacksprobe dennoch schnell Aufschluss über die Genießbarkeit der jeweiligen Exemplare.

Zierkürbisse- Aussaat in Töpfen

Die Aussaat in Töpfen beschleunigt das Pflanzenwachstum und schützt die Keimlinge vor ihren natürlichen Feinden wie Vögeln und Schnecken. Mitte bis Ende April werden die Kürbissamen für die Vorkultur ausgesät. Dazu legt man jeweils zwei Samen in zirka sieben bis neun Zentimeter große Töpfe ab. Als Substrat empfiehlt sich eine humusreiche Anzuchterde. Später verbleibt nur die stärkere Pflanze im Topf, damit sie ausreichend kräftig heranwachsen kann. Ab Mitte Mai können die vorkultivierten Kürbispflanzen in das Freibeet gesetzt werden. Zu diesem Zeitpunkt sollte die Pflanze neben den Keimblättern zwei bis drei weitere Laubblätter ausgebildet haben. Außerdem sollte der Topfballen gut durchwurzelt sein, um das zügige Weiterwachsen im Freibeet zu gewährleisten. Für die Anzucht der jungen Zierkürbis-Pflanzen empfiehlt sich eine Temperatur von 20 bis 24 Grad Celsius. Nach dem Auskeimen benötigen die Pflanzen viel Licht und ausreichend Feuchtigkeit. Dabei ist darauf zu achten, dass die Pflanzchen nicht von oben, sondern direkt am Wurzelstamm gegossen werden. Der Pflanzabstand im Freibeet sollte je nach Sorte mindestens zwei Meter betragen, da Kürbispflanzen viel Platz benötigen.

Pflegehinweise für Zierkürbisspflanzen

Beim Auflockern und Hacken der Erde sollte
man sehr vorsichtig vorgehen, da die Kürbisse über ein flaches Wurzelsystem verfügen. Zum Schutz vor Schädlingen können die Beete vor dem Einsetzen der Pflanzen auch mit schwarzer Mulchfolie abgedeckt werden. Zwischen den einzelnen Reihen verbleibt ein Folienfreier Streifen von einem Meter. Die Pflanzen können zusätzlich auch mit einem Flies abgedeckt werden. In diesem Fall ist für regelmäßige Belüftung zu sorgen. Beginnen die Pflanzen zu blühen, wird das Fliess entfernt, um die Bestäubung durch Insekten zu ermöglichen. Haben die Pflanzen kleine Früchte ausgebildet, wird eine zusätzliche Bewässerung erforderlich. Je nach Wüchsigkeit und Platz kürzt man die Ranken der Zierkürbisse ein. Auch die Fruchtanzahl an einer Pflanze wird reduziert, um möglichst große Ernteerfolge zu erzielen. Winterkürbisse werden erst Mitte Herbst, wenn sie vollständig ausgereift sind, geerntet. Die Ernte muss allerdings vor dem Frost erfolgen, da das Fruchtfleisch der Kürbisse sonst fault. Verletzungen an der Schale sollten möglichst vermieden werden, da sie die Dauer

der Lagerfähigkeit beeinträchtigen. Die ideale Lagertemperatur beträgt zehn bis zwölf Grad Celsius.

Pflanzen

Da die Wurzeln der Zierkürbisse sehr empfindlich sind, vertragen sie das Pikieren nicht. Daher empfiehlt es sich, die Samen in kleinen Töpfen mit entsprechender Aussaaterde 

auszusäen. Oder aber man verwendet spezielle Presstöpfe, die im Fachhandel erhältlich sind. Hierbei unterscheidet man zwischen Torf- und Zellulose-Presstöpfen. 

Die Aussaat stellt man am besten auf die Fensterbank, wo die Pflanzen genug Licht bekommen. Bereits Ende Mai können die jungen Pflanzen ins Beet gesetzt werden. Empfehlenswert ist es, die Pflanzen vorher abzuhärten. 

Bei der Pflanzung ins Beet sollte zwischen den einzelnen Pflänzchen ein Abstand von etwa 80 Zentimetern eingehalten werden. Aber auch in großen Kübeln oder Töpfen ist die Freilandhaltung möglich. Eine Aussaat kann bei auch ab Mitte Mai direkt im Freien erfolgen. 

Vor der Aussaat im Beet empfiehlt es sich, der Erde reifen Kompost unterzumischen. In Kübeln und Töpfen gilt grundsätzlich, je größer das Gefäß, desto üppiger wächst auch die Pflanze. 

Bei der Wahl des Standortes sollte man einen Platz bevorzugen, der sonnig ist und den Pflanzen eine Kletterhilfe gibt. Als Kletterhilfe eignen sich Zäune, Spaliere und feingliedrige Gitter. Je mehr Haltepunkte die Kürbispflanze mit ihren speziellen Ranken findet, umso mehr klettert sie auch. 

In nur wenigen Wochen nach der Aussaat schießen die Pflanzen bereits in die Höhe. Die erreichen dabei eine Höhe bis zu sechs Metern. Aufgrund dessen sind Zierkürbisse sehr beliebt als Begrünung für Zäune und Sichtschutze. 

Zierkürbisse sind weniger zum Verzehr geeignet. Dies ist einerseits auf die Tatsache zurückzuführen, dass sie nur wenig Fruchtfleisch aufweisen. Andererseits sind in vielen Zierkürbissen aber auch schädliche Inhaltsstoffe enthalten. Nur wenige Zierkürbissorten eignen sich auch zum Verzehr und entsprechende Rezepte findet man in Büchern und auch im Internet. Überwiegend werden Zierkürbisse jedoch zur Dekoration im Herbst und zum Basteln verwendet.