Wunderschöne Gräser im Herbst

Gräser im Herbst GräserWunderschöne Akzente kann man auch mit Gräsern setzten. Sie lockern jedes Arrangement auf und bringen Bewegung hinein, wenn sie sich mit dem Wind bewegen.
Das Zittergras (Briza media) bildet dichte Horste und erreicht eine Höhe von 30 bis 60 cm. Es ist wintergrün und gedeiht am besten in voller Sonne.
Carex -arten wie Carex morrowii (Japansegge) Carex ornithopoda (Vogelfußsegge) oder Carex plantaginea (Breitblattsegge) erreichen nur eine Höhe von ca. 25 cm und gedeihen am besten im Schatten. Es gibt auch sehr schöne

variegiertblättrige Varianten.

Der Blauschwingel (Festuca glauca) bildet hübsche, kleine, dichte halbkugelige Kissen. Mit seinen immergrünen, blaugrünen Blättern und einer Höhe von 30 cm setzt es schöne Akzente. Da es im Alter jedoch leicht in der Mitte verkahlt, sollte man es jährlich teilen.
Auch Koeleria glauca, das Schillergras erreicht nur eine Höhe von 40 cm und eine Breite von 20 cm. Es blüht im Juni blassgrün an 40 cm hohen Halmen. Es ist leider nur kurzlebig, aber winterhart und anspruchslos: ein nährstoffarmer Boden in voller Sonne reicht völlig.

Grüser im HerbstEigentlich kein 'richtiges' Gras ist Ophiopogon planiscapus "Nigrescens", der Schlangenbart. Er gehört zur Familie der Liliengewächse und bildet 20 cm hohe grasähnliche Horste .Die immergrünen Blätter sind auberginefarben und auf die im August erscheinenden lila Blütchen folgen schwarze Früchte. Der Schlangenbart braucht Fruchtbare und feuchte Erde in der Sonne oder im Halbschatten.

Auch Das orientalische Lampenputzergras, Pennisetum orientale, macht sich mit seiner Höhe von ca. 45cm und seiner Breite von ebenfalls 45cm sehr gut auf Balkon und Terrasse. Um zu gedeihen benötigt dieses gras nur einen guten Wasserabzug und guten Winterschutz.

Die Gräser - eine Begriffsbestimmung

Gräser sind einkeimblättrige Pflanzen, die nicht verholzen, und lange, schmale Blätter ausbilden und meist mehrjährig sind. Weil die Gräser eine geschlossene Pflanzendecke bilden, verringern sie sehr wirkungsvoll die Abtragung des Bodens, die Verbreitung erfolgt über Samenbildung in den unscheinbaren
Blüten. Die erstaunliche Wuchskraft der Gräser fiel schon unseren Vorfahren auf, das Wort Gras entstand aus der indogermanische Silbe „*ghr“ für „wachsen“ (siehe auch englisch = „to grow“).

Alle unsere Garten-Gräser entstammen der Ordnung der Süßgrasartigen (Poales), und die meisten gehören zur Familie der Süßgräser (Poaceae), einer in vielen Arten und Gattungen auf der ganzen Welt verbreiteten Familie von einkeimblättrigen Pflanzen mit einem durch Knoten gegliederten Halm, langen, schmalen und besonderen als Ähren oder Rispen ausgebildeten Blütenständen mit unscheinbaren Blüten. Auch die Bambus-Arten, die zu dieser Familie gehören, werden als Gräser bezeichnet, obwohl sie eine andere Wuchsform haben.

Außer ihnen gibt es dann noch die Sauergräser, gekennzeichnet durch knotenlosen Halmwuchs, zu ihnen gehören die Riedgräser (Cyperaceae) feuchter Standorte und die Binsengewächse (Juncaceae), von denen wir z. B. die Hainsimsen vom Waldrand kennen. In südlichen Gegenden sind die Restionaceae verbreitet und häufig auch als Zierpflanzen in Gärten oder Parks zu finden.

Die Gräser für den Garten können nach gewünschter Ausstrahlung gewählt werden
All die oben genannten Arten gehören zu den Klassikern der Gräser für den Garten, und die Süßgräser können in verschiedenen Bereichen des Gartens dekorativ eingesetzt werden. Aus der

Familie der Süßgräser möchten vier Arten von Gräsern mit ähnlicher Ausstrahlung gerne Ihren Garten bereichern: Getreide, Bambus, Schilf und sonstige Ziergräser, die alle mit ihren zierlichen Blüten und den zarten Halmen optisch sehr fein wirken und so einen Bereich des Gartens in der Wahrnehmung auflockern.

Viele dieser schönen Gräser wurden oben bereits erwähnt, z. B. die japanischen Carex-Ziergräser, Sie werden bei einem für Gräser begeisterten Gärtner jedoch noch viele andere Arten von Ziergräsern, Bambus und Schilf finden. Sie können sogar wählen, ob Ihr Gras klein bleiben oder groß werden soll, richtig schön grün gefärbt sein soll oder lieber einen leicht silbrigen Schimmer tragen sollte. Sie haben auch die Wahl zwischen Gräsern, die sich ausbreiten sollen und werden, und Gräsern, die als Solitär an einer besonderen Stelle in den Blick fallen sollen, zu diesen gehört z. B. das oben erwähnte Lampenputzergras. Soll das Gras auch gleich als wirkungsvoller Sichtschutz dienen? Das können z. B. Reitgras, Chinaschilf, Pampasgras, Reitgras und Pfeifengras - nehmen Sie sich etwas Zeit beim Einkauf Ihrer Gräser, es gibt viel zu entdecken!

Etwas kompakter und urwüchsiger wirken die meisten Sauergrasgewächse, die in Gärten gepflanzt werden können, in denen es feuchte Zonen wie Teichränder gibt.

Als fortgeschrittener und experimentierfreudiger Gräser-Kenner könnten Sie sich dann irgendwann auch daran versuchen, nutzbare Gräser anzubauen. Diese Gerstengräser oder Dinkelgräser könnten Sie dann für Flechtarbeiten verwenden, oder trocknen und als Nahrungsergänzung einsetzen, oder zu einem gesunden Saft auspressen.