Ab in den Wald - Pilze sammeln!

Pilze sammeln
Pilze sammelnHerbst und Pilze, das passt einfach zusammen. Der feuchte Boden und die zum Teil sonnigen Tage lassen Pilze förmlich aus dem Boden „schießen“.

Zum Pilze Sammeln gehört neben etwas Glück des Findens natürlich auch genug Wissen, um keine giftigen Pilze zu sammeln. Daher sollte man als Gelegenheitssammler nur auf wirklich bekannte Pilze wie Steinpilze, Braunkappen (Maronenpilze, Maroner), Birkenpilze und Champions zurückgreifen.

So werden Sie zum Pilzkenner
  • Erst einmal gilt natürlich der alte Spruch: „Wer lesen kann,

    ist klar im Vorteil“ - Es gibt sehr gute Pilzführer, in denen Sie viel über die Pilzerkennung lernen können.
  • Und der Tipp mit dem Lesen ist hier wirklich ernst zu nehmen, ein Bild sagt viel, aber häufig ist ein Pilz erst durch spezielle Merkmale aus der Beschreibung genau zuzuordnen.
  • Wenn die Bücher durchgegangen sind, sollten die Ausflüge in die Praxis folgen, mit einem guten Bestimmungsbuch in der Tasche und einem Pilzkenner in Begleitung.
  • Wenn Sie sich die Mühe machen, mit einem Ihnen unbekannten Pilzfund auch einmal eine Pilzberatungsstelle aufzusuchen, lernen Sie die Pilze Ihrer Umgebung nach und nach kennen.
  • Viel Freude kann auch die Expedition zusammen mit einem Pilzverein bringen, der Ihnen dann die vielen essbaren Pilze nahe bringt, die Sie nie für essbar gehalten hätten.
Pilze abschneidenDie besten Tipps zum Pilzsammeln

Wenn Sie gelernt haben, wie Sie welchen Pilz erkennen, haben Sie immer noch nicht ausgelernt. Es gibt rund ums Pilzsammeln so manchen Trick, der nicht in jedem
Lehrbuch steht, hier ein paar davon:
  • Pilze, die wissenschaftlich als Lebewesen gelten, sind durchaus sensibel gegen Störungen im Umfeld, gedeihen also am besten an ruhigem Plätzchen.
  • Wenn Sie bemerken, dass in einem Gebiet gerade Waldarbeiten durchgeführt werden oder wurden, sollten Sie Ihre Suche also besser an einen anderen Platz verlegen.
  • Auch ein gerade von Wildschweinen gründlich durchwühlter Boden fällt als idealer Fundort vieler Pilze für eine längere Zeit aus.
  • Gute Fundorte für Pilze sind alte Mischwälder, Waldlichtungen, kiefernbestandene Waldböden mit Moos, Birkenwälder, die Ränder der Waldwege und feuchtes schattiges Unterholz.
  • Sie dürfen Pilze sammeln, sicher, aber nicht, um sie weiterzuverkaufen. Sammeln ist nur für Ihren Privatgebrauch gestattet, auch wenn ein Pilz neben dem anderen im Wäldchen steht.
  • Schon wenn Sie einen üppig bestandenen Fundort einfach großflächig in mehrere Körbe abräumen, könnte ein Beobachter Sie anzeigen, und dann drohen Strafen.
  • Wenn Sie einen solchen Ort gefunden haben, können Sie jedoch die besten Pilze sammeln: Schon mittelgroß, aber noch fest und ohne Beschädigungen oder Fraßspuren.
  • Generell sollten Sie sehr alte Pilze eher stehen lassen, sie schmecken ohnehin nicht mehr und machen sich eher nützlich, wenn der gesamte Pilzkörper für Ausbreitung sorgen kann.
  • Alte Pilze erkennen Sie, indem Sie den Hut mit der Fingerspitze leicht eindrücken. Wenn die Delle im Hut nicht zurückfedert, steht der Pilz schon ziemlich lange.
Die oben angesprochenen Maronen und Steinpilze sind für den echten Pilzkenner übrigens so richtige Anfänger-Pilze, er hält sich an eine Reihe von Pilzen, die viel leichter zu finden sind, in größeren Mengen wachsen als die Braunhüte und die auch noch viel aromatischer sind - man muss sie nur kennen, Pilzwissen erwerben lohnt sich also.

SteinpilzIm

Zweifelsfall den Pilz nicht nehmen und einen Pilzkenner zu Rate ziehen.

Pilze schneidet man dicht über dem Boden mit einem kleinen Pilzmesser ab und lässt dabei das Myzel unverändert im Boden zurück. Man kann die Pilze direkt vor Ort etwas abputzen. Transportiert werden Pilze in Körben. Eimer und Tüten eignen sich nicht, da die Pilze sehr auf Druck reagieren, leicht gedrückt werden können und dadurch zermatschen.

Die Pilze sollten spätestens zu Hause geputzt werden. Danach wäscht man sie gründlich, entfernt wenn nötig das Pilzfutter, da sich hier Würmer gern aufhalten, zerschneidet die Pilze und kocht sie. Danach können sie für Suppen getrocknet oder am selben Tag gebraten werden.

Wichtig: Pilze müssen schnell getrocknet oder verbraucht werden!