Allergie bei Ambrosia - Albtraum für Allergiker

Allergie bei Ambrosia - Albtraum für Allergiker Ambrosia breitet sich meist sehr schnell aus - beim Entfernen auf jeden Fall Hautkontakt vermeiden!Ambrosia heißt mit richtigem Namen Beifußblättriges Traubenkraut und ist auch unter dem englischen Namen Ragweed bekannt. Es handelt sich hierbei um ein einjähriges Unkraut, das von Frühling bis Sommer keimt und in der Zeit von Juli bis Oktober blüht.

Vor allem die Pollen, aber auch der Hautkontakt mit den Blüten kann bei empfindlichen Menschen eine starke Allergie

auslösen, deren Symptome andere Allergien gegen Pollen oder Gräser um ein Vielfaches übersteigen.

Die Verbreitung der Ambrosia-Pflanze

Ursprünglich ist die Ambrosia in Nordamerika beheimatet, von wo aus sie nach Europa eingeschleppt wurde. Zum ersten Mal wurde sie 1860 in der Nähe von Hamburg entdeckt, blieb aber in den darauf folgenden Jahren in Europa selten. In den 1990er Jahre verbreitete sie sich zunächst vor allem in Süddeutschland, danach auch in den Südwesten und den Osten Deutschlands und das Gebiet rund um Berlin. Hierzu kam es vor allem durch die Einfuhr von Vogelfutter, das mit Ambrosia-Samen verunreinigt war. Daher findet sich die Pflanze
heutzutage vor allem in Gärten mit einem Futterplatz für Vögel, wo die Samen aus dem Vogelfutter auf die Erde gefallen sind und dort keimen konnten.

Ansonsten kann Ambrosia aber auch gut auf einem gestörten Boden gedeihen, wie er zum Beispiel auf Schutthalden oder an Straßenrändern zu finden ist und wo sie meist lange Zeit unentdeckt bleibt. Ihre Samen sind sehr widerstandsfähig und können für einen Zeitraum von bis zu vierzig Jahren keimfähig bleiben. Die Pflanze wird zwischen 20 und 150 Zentimeter groß, sie ist buschig und hat gefiederte Blätter. Ihr Stängel ist behaart und reichlich verzweigt. Während die Blattunterseite beim Gemeinen Beifuß grauweiß ist, ist sie bei der Ambrosia grün. Jede Pflanze kann Millionen von Pollen und bis zu 60.000 Samen produzieren.

Die Allergie gegen Ambrosia
  • Besonders die Pollen lösen eine allergische Reaktion aus, bei der vor allem die Augen und die Atemwege betroffen sind. Ohne Behandlung kann sich diese Allergie zu Asthma entwickeln.
  • Dabei reicht eine geringe Pollenmenge in der Luft bereits aus, um die allergischen Symptome hervorzurufen: juckende oder tränende Augen, Schnupfen, Lichtempfindlichkeit, Kopfschmerzen oder Atemnot.
Da vor allem Pollenallergiker von einer Ambrosia-Allergie betroffen sind, verlängert sich für sie durch die späte Blütezeit der Pflanze der Zeitraum, in dem sie unter ihren Allergien zu leiden haben, um einige Monate. Zusätzlich ist auch eine Kreuzreaktion bei einer Allergie gegen andere Pflanzen aus der Familie der Korbblütler möglich.
  • Durch die Berührung der Pflanze und vor allem der Blüte kann es zu Irritationen der Haut kommen, deshalb sollten Pflanzen im eigenen Garten möglichst nur mit Handschuhen und dann mitsamt der Wurzel entfernt werden.
  • In der Schweiz besteht bereits eine Meldepflicht, um die Ausbreitung von Ambrosia einzudämmen, doch auch in Deutschland gibt es in den Bundesländern Meldestellen, wo der Fund einer solchen Pflanze angezeigt werden kann.