Hilfe gegen Mücken - was tun?

Hilfe gegen Mücken - was tun?

Mücken können uns den Sommer schon ein wenig vermiesen. Kaum wird es warm, sind auch sie zur Stelle und laben sich an unserem Blut. Bereits das Gesumme, mit welchem sie sich uns nähern, bringt uns zur Weißglut und wir wünschen uns nichts sehnlicher, als endlich ein wirksames Mittel gegen diese Quälgeister.

muecken3_flDieses gibt es und das sogar mannigfach.

Die Rede ist jetzt nicht vom chemischen Insektenvernichtungsmittel, sondern von einer Vielzahl natürlicher Mittel, die gegen Mücken wirken.


/>Die Natur – voll mit Mückenabwehrmitteln

Die Natur stellt uns eine große Anzahl von Pflanzen zur Verfügung, die mit ihrem Geruch auf Mücken äußerst abschreckend wirken. Der Lavendel ist hier das klassische Beispiel. Er ist in vielen Gärten zu finden. Die Menschen lieben seinen Duft und seine lilafarbenen Blüten. Außerdem wird dem Lavendel nachgesagt, dass er im Garten verschiedene Schädlinge fernhält. Das Gleiche trifft auf die Mücke zu.

Die Mücke mag den Lavendelgeruch überhaupt nicht. Darum ist Lavendel ideal als natürliche Waffe gegen Mittel. Lavendel kann man problemlos im Gartencenter kaufen. Sogar im Supermarkt ist er manchmal im Angebot. Den Lavendel kann man auf verschiedene Weise als Abwehrmittel einsetzen. Im Topf passt er hervorragend auf das Fensterbrett und verhindert durch seinen unangenehmen Geruch, dass die Mücken eindringen. Im Beet kann man ihn rund um die Sitzgruppe pflanzen und ist ebenfalls vor Mücken sicher.

Lavendel gibt es weiterhin getrocknet – dann kann man ihn in Kissen oder Säckchen einnähen und im Haus aufhängen – oder als Ätherisches Öl. Duftlampen oder Duftkerzen damit
gefüllt oder einige Tropfen auf Bettwäsche und Kleidung gegeben ist ein wirksamer Schutz vor den Angriffen der Mücken.

Eine ähnliche Wirkung kann man mit vielen weiteren Ölen erreichen. Besonders Katzenminze ist bei den Mücken sehr unbeliebt. Es darf aber auch Kampfer, Eukalyptus, Zimt, Sandelholz, Anis oder Bergamot sein. Diese Öle verwendet man analog dem Lavendel-Öl.

Im Gewürzschrank oder in der Hausapotheke findet sich oft Salbei. Die getrockneten Blätter des Salbeis zerreibt man und zündet sie in einer feuerfesten Schale an. Sie glimmen vor sich hin und verbreiten einen würzigen Duft. Dieser schreckt die Mücken ab. Allerdings ist diese Methode wirklich sehr geruchsintensiv und vielleicht nicht jedermanns Sache. Man sollte diese Variante nur im Freien anwenden.muecken2_fl

Chemische Mittel sollten immer als letzter Ausweg bei der Mückenabwehr in Erwägung gezogen werden. Sie sind nicht nur für die Mücken tödlich, sondern ebenfalls für nützliche Insekten. Außerdem sind Insektizide nicht immer ungefährlich für den Menschen. Man sollte kein Risiko eingehen. Es gibt so viele natürliche Abwehrmittel gegen Mücken, dass man sicher das richtige findet.

Was tun, wenn die Mücke doch zugestochen hat?

Hat man mit der Mückenabwehr zu spät begonnen oder sie gar ganz versäumt, bleibt ein Stich nicht aus. Aber keine Angst, er ist in der Regel nicht gefährlich. Das Unangenehme an einem Mückenstich ist meist der unerträgliche Juckreiz. Aber auch diesen kann man mit natürlichen Mitteln lindern.

Die Zwiebel als Allheilmittel bei Stichen findet ebenfalls beim Mückenstich ihre Anwendung. Sie wird halbiert und auf

den Stich gepresst. In der Zwiebel sind ätherische Öle enthalten. Sie wirken entzündungshemmend und abschwellend. Ein Tupfer Zahnpasta hat den gleichen Effekt. Er desinfiziert und mildert den Juckreiz.

Auch Kühlen hilft. Das kann man mit einem Eiswürfel, einer Kühlkompresse oder mit Aloe-Vera-Gel. Umschläge mit Apfelessig oder essigsaurer Tonerde helfen weiterhin, dass die Beschwerden schnell verschwinden. In der Apotheke und der Drogerie gibt es außerdem spezielle Insektenstifte, die desinfizieren und kühlen.