Wespengiftallergie - kleiner Stich, große Gefahr

Wespengiftallergie - kleiner Stich, große Gefahr

Ein Wespenstich ist zwar schmerzhaft, aber normalerweise nur im Mund und Rachenraum gefährlich. Anders sieht es allerdings bei Menschen aus, die unter einer Wespengiftallergie leiden. Bei ihnen kann jeder Stich lebensbedrohlich werden.

wespen2 flDie Wespengiftallergie erkennen

Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie unter einer Wespengiftallergie leiden, bis sie zum ersten Mal von einer Wespe gestochen werden. Eine Rötung und Schwellung der Haut sowie Schmerzen an der Einstichstelle sind bei einem Wespenstich völlig normal und

daher kein Grund zur Beunruhigung. Die Schwellung kann sogar einen ganzen Tag lang anhalten.

Symptome einer Wespengiftallergie gehen jedoch weit darüber hinaus:
  • Dann kann es zu Erbrechen, starkem Juckreiz und Schweißausbrüchen und einer extremen Schwellung am betroffenen Körperteil kommen.
  • Im weiteren Verlauf können sich auch Atemnot und Herzrasen einstellen.
  • Ebenso kommt es häufig zu Problemen mit dem Kreislauf, die im schlimmsten Fall bis zum Kollaps und zur Bewusstlosigkeit führen können.
Der Grund für diese Symptome liegt in einer Überreaktion des Körpers auf das Gift der Wespen. Wie auch andere Allergien kann eine Wespengiftallergie erst später im Leben auftreten. Daher kann es dazu kommen, dass Personen, die schon früher von einer
Wespe gestochen wurden und dabei keinerlei Symptome einer Wespengiftallergie zeigten, bei einem erneuten Stich plötzlich allergisch reagieren. Bei ihnen ist die Gefahr genauso groß wie bei Menschen, die schon immer unter einer solchen Allergie leiden, daher sollten auch sie bei den oben genannten Symptomen sofort zum Arzt gebracht werden.

Die Behandlung der Allergie

Eine Wespengiftallergie ist in den meisten Fällen therapierbar, nimmt aber einige Zeit in Anspruch. Bei dieser Behandlung, die Hyposensibilisierung genannt wird, wird dem Patienten immer wieder die Substanz gespritzt, auf die er allergisch reagiert, sodass die Reaktionen des Körpers mit der Zeit immer schwächer werden. Eine solche Hyposensibilisierung wird in der Regel von einem Facharzt für Allergologie durchgeführt und dauert mehrere Jahre.

Ist die allergische Reaktion auf Wespengift extrem stark ausgeprägt, kann sie aber auch innerhalb einiger Wochen in einer Klinik durchgeführt werden. Bis eine Hyposensibilisierung erfolgreich abgeschlossen wurde, werden Patienten mit einer Wespengiftallergie meist von ihrem Arzt mit einem Notfallset ausgestattet, damit sie sich im Falle eines Stichs sofort selbst behandeln können und dadurch Zeit gewinnen, um sich auf den Weg zum Arzt zu machen und die allergischen Reaktionen einzudämmen.

Wespenstiche vermeiden

wespeBei einer bestehenden Wespengiftallergie sollte natürlich besonders darauf geachtet werden, sich nicht unnötig der Gefahr auszusetzen, von einer Wespe gestochen werden. Doch auch für alle anderen Menschen und vor allem für kleine Kinder ist ein Wespenstich äußerst unangenehm und sollte daher so weit wie möglich vermieden werden.

In diesem Sinne ist es immer hilfreich, Getränke und Süßspeisen gar nicht oder nur abgedeckt auf die Terrasse zu bringen und verschmierte Kindergesichter nach dem Genuss von Eis und anderen Süßigkeiten zu säubern, damit die Wespen gar nicht erst angelockt werden.

Sind die Wespen schon in der Nähe, sollte auf keinen Fall nach ihnen geschlagen werden, denn dadurch werden die Tiere aggressiv, stechen um so schneller

und sondern einen Duftstoff ab, der weitere Wespen anlockt. Im Garten ist vor allem das Fallobst attraktiv für Wespen, denn sie finden dort reichlich Nahrung. Unter den Obstbäumen ist es daher besonders gefährlich, barfuß zu laufen, weil die Wespen zwischen Gras und Früchten meist nicht sichtbar sind.