Blüten richtig konservieren

Blüten richtig konservieren

Blüten sind wunderschön, wie vieles, was mit Schönheit zu tun hat, aber auch überaus vergänglich.

Blüten können am leichtesten als Trockenblumen konserviert werdenSo wie auf anderen Gebieten der Ästhetik erhebliche Anstrengungen unternommen werden, die äußere Schönheit zu erhalten, haben auch begeisterte Gärtner häufig den Wunsch, die schönsten Exemplare ihrer Blütenpflanzen zu konservieren. Das ist durchaus möglich, sogar auf verschiedene Arten, die nachfolgend vorgestellt werden:

Blüten an der Luft trocknen

Sie können es sich zunächst recht einfach machen und Ihre schönsten Blüten

oder Sträuße an der Luft trocknen. Dann brauchen Sie einen trockenen, von Luft durchzogenen, dunklen und warmen Raum, in den Sie Ihre Blumen kopfüber hängen können. Achten Sie darauf, dass Strauß oder Blüten außen vollkommen trocken sind, wenn sie aufgehängt werden. Wenn an einem Strauß viele grüne Blätter sind, sollten Sie diese am besten entfernen, sie sehen meist nach dem Trocknen nicht sehr vorteilhaft aus. Sie können nach dem Aufhängen etwas Haarlack über die Blüten geben. Dieser sorgt für ein wenig Glanz und soll außerdem die Konservierung beschleunigen.

Blumen mit Trocknungsmitteln konservieren

Es gibt verschiedene Substanzen, die den Blüten die Feuchtigkeit entziehen können. Das ist zunächst eine Mischung aus Maismehl und Borax, und auch Silicatgel eignet sich als Trocknungsmittel. Maismehl bekommen Sie im Lebensmittelhandel, Borax in der Apotheke, Silicatgel in der Apotheke, in Bastelbedarfsläden, manchmal auch im Gartencenter. Als weiteres Zubehör brauchen Sie dann nur noch einen Behälter, in den die zu konservierenden Blüten hineinpassen und der luftdicht verschlossen werden kann.

  1. Sie geben nun eine etwa drei Zentimeter dicke Schicht Silicatgel oder Borax mit Maismehl (ein Teil Borax gemischt mit zwei Teilen Maismehl) in diesen Behälter.
  2. Die Blüten werden auf diese Schicht gelegt und dann mit Pulver bedeckt.
  3. Der verschlossene Behälter wird für gut eine Woche zur Seite gestellt, dann können Sie die konservierten Blumen entnehmen.
  4. Das an ihnen haftende Pulver kann vorsichtig mit dem Pinsel abgestäubt werden.
  5. Hinweis: Katzenbesitzer sollten sich übrigens vor dem Kauf von Silicatgel die Inhaltsangabe Ihrer Katzenstreu ansehen - hier wird häufig Silicatgel eingesetzt.

Die Trocknung von Blüten kann mit Hilfsmitteln <div align=
beschleunigt werden" src="http://www.hausgarten.net/images/stories/trockenblumen_fl.jpg" height="250" width="166" />Die Blütenkonservierung mit Glyzerin

Mit Glyzerin können Sie die Blumen direkt in der Vase konservieren. Sie geben einfach einen Mix aus zwei Teilen Wasser und einem Teil Glycerol (mit 85 %) in Ihre Vase und stellen dann die Blumen hinein. Nun fängt das Glyzerin an zu arbeiten - es wird nämlich mit dem Wasser von den Blüten aufgenommen und lagert sich in jeder Zelle ab. Das Wasser verdunstet nun nach und nach. Irgendwann ist die Blume konserviert und hat wie ein Wunder dabei den Hauptteil ihrer Farbe behalten.

Das Konservieren in der Vase ist natürlich wirklich bequem, Sie müssen nur darauf achten, ob die Blüten anfangen zu bröseln, dann kann ein gründliches Einsprühen mit Haarspray die Blüten meist vor dem Zerfall retten. Mit Glyzerin können Sie sogar ganze Zweige oder die Fruchtstände an Ästen konservieren, vorausgesetzt, dass alles fest am Zweig sitzt. Für diesr Konservierung schneiden Sie die Zweige schräg an und entfernen im unteren Bereich die Rinde.

Immer wenn Sie kleine Glyzerintränen an den Pflanzen bemerken, sind sie fertig (dauert zwischen einer und zwei Wochen je nach Gewächs).

Blüten mit Wachs konservieren

Relativ neu ist die Konservierung mit Tauchwachs, durch die Sie Blüten, aber auch ganze Pflanzen und/oder Fruchtstände konservieren können. Tauchwachs erhalten Sie in gut sortierten Hobbyläden oder zum Bestellen bei der Firma Inter-Color Peter Specht aus 56589 Niederbreitbach unter www.inter-color.de.
  • Das Tauchwachs erhitzen Sie in seiner Aluminiumschale oder in einem Metalltopf, bis etwa 80 Grad und bis es flüssig ist.
  • Dann tauchen Sie Ihre Blumen kurz ins Wachs und lassen sie ein wenig abtropfen (über dem Topf).
  • Abschließend hängen sie sie dann mit der Blüte nach unten auf.
  • Durch diesen einen Arbeitsschritt sollen die Blumen komplett mit Wachs überzogen und gleichzeitig entwässert werden.
Dieser Wachsüberzug wird übrigens nicht ganz hart, sondern bleibt etwas geschmeidig, deshalb wird er auch nicht spröde. Das Tauchwachs kann mehrfach verwendet werden.

Eine ganz ungewöhnliche Oberfläche für Ihre konservierten Blüten erhalten Sie, wenn Sie frisch gewachsten Blüten anschließend schnell in kaltes Wasser tauchen, das sieht dann ein wenig aus wie mit dünnem Porzellan überzogen.

Ganz altmodisch und liebenswert: Blüten pressen

Viele von uns kennen sie noch aus ihrer Kindheit: die platten, getrockneten Blüten. Es mag heute fortschrittlichere Methoden der Konservierung geben, trotzdem sind die flachen Blüten für viele Dekorationszwecke unersetzbar. Sie verschönern Briefe und Karten und Einladungen und geben als Wandbild in einem romantischen Rahmen einer Zimmerecke den ganz besonderen Touch.
  • Sie brauchen lediglich ein altes dickes Buch und zwei Löschblätter, zwischen die Sie Ihre Blume legen.
  • Dann schließen Sie das Buch bis zum nächsten Tag.
  • Ist die Zeit um, werden nämlich die Löschblätter ausgewechselt.
  • Bei diesem Wechsel sollten Sie die Blume möglichst sanft auf die neuen Löschblätter schieben.
Konservierte Blüten sind beliebte Deko-ElementeFazit der Redaktion

Für jede Blüte eignet sich eine der Konservierungsmethoden am besten, manchmal auch mehrere. Sie müssten also zunächst die richtige Konservierungsmethode für Ihre Blüten erkunden. Natürlich enthält jede Konservierung gewisse Vorgaben, einen großen Strauß in Silicatgel oder Maismehl/Borax einzulegen, wird sicher nicht leicht werden. Dieser Strauß könnte dagegen hervorragend mit Tauchwachs konserviert werden.

Darüber hinausgehend kommt es aber auch noch auf den Aufbau und den daraus resultierenden Feuchtigkeitsgehalt der Gewächse an, und die Stabilität bzw. Robustheit spielt auch eine Rolle bei der Auswahl des Konservierungsmittels. Dann müssten Sie sich noch darüber informieren, wann welche Blüte zum Trocknen geschnitten werden sollte, denn nur wenn die Konservierung zum optimalen Zeitpunkt gestartet wird, wird das Ergebnis wirklich schön werden.