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Vermehrung durch Stecklinge von Geranien, Engelstrompete, Oleander ...
Garten im Sommer - Tipps für den Sommer
Vermehrung durch Stecklinge Vermehrung durch Stecklinge. Der Oleander in Nachbars Garten hat es Ihnen angetan. Diese schöne Blütenfarbe – so ein Exemplar hätten Sie auch gerne! Oder die ganz spezielle Fuchsie! Leider nur ein Einzelstück...

Sommerblumen / Kübelpflanzen-Stecklinge

Kein Problem! Die Lösung heisst Stecklingsvermehrung! So können Sie leicht ihre Lieblingsblumen nach Belieben vermehren und für das nächste Gartenjahr den Blütenschmuck komplett nach Ihren Vorstellungen gestalten. Und: Stecklinge lassen sich auf kleinstem Raum überwintern.

Anleitung zum Stecklinge machen:

Vermehrung durch Stecklinge...

border="1" /> Am besten eignen sich Kopfstecklinge – also die Triebspitzen der Pflanzen. Dort, wo diese jedoch zu weich sind, verwendet man nur die festeren Teile aus der Triebmitte (Teilstecklinge) -  ohne Spitze. Der Ableger wird etwas unterhalb eines Blattansatzes von der Mutterpflanze abgeschnitten, denn genau dort bilden sich später die neuen Wurzeln. Bitte keine Schere verwenden, diese würde die Schnittstelle zu sehr "quetschen" -  wichtig ist ein glatter Schnitt mit einem scharfen Messer. Stecklinge sollen ungefähr fingerlang sein und zwei bis vier Blätter haben. Die untersten Blätter, Blütenstiele, Blüten und kleine, neue Blätter sind auszubrechen. Die Winzlinge werden nun eventuell in Stecklingspulver getaucht, in Anzuchterde gesetzt und vorsichtig angegossen. Weil sie ja noch keine Wurzeln haben, mit denen sie Feuchtigkeit aufnehmen können, machen sie leicht schlapp. Daher ist für feuchte Luft zu sorgen: Praktisch sind kleine Minigewächshäuser, man kann aber ebenso ein Einmachglas bzw. einen Glassturz über den Topf stülpen. Oder man steckt kreuzweise Draht in die Erde und zieht eine Plastikhaube (Gefrierbeutel) drüber, die man am Blumentopf mit einem Gummiband fixiert. Die Abdeckung darf jedoch nicht mit den Trieben in Berührung kommen. Nach erfolgter Bewurzelung – man merkt es an der Weiterentwicklung des Pflänzchens - wird in Töpfe mit normaler Blumenerde umgesetzt. Die Zöglinge werden nun  hell gestellt und gewissenhaft feucht gehalten. Ost- oder Westfenster bieten sich an, man kann die Pflanzen aber auch an einem geschützten Ort ins Freie stellen. Später dann, im frostfreien Winterquartier, brauchen sie kaum Wasser - nur austrocknen darf der Wurzelballen nie.

Die Stecklingsvermehrung eignet sich für viele Pflanzen, wie z.B.: Geranien, Fuchsien, Strauchmargerite, Engelstrompete, Oleander, Schönmalve, Bougainvillea, Wandelröschen,  Bleiwurz, Weihrauch, Lorbeer, Olive usw.

Was ist Anzuchterde (Saaterde)?

Normale Blumenerde enthält zu viele Düngesalze, die in ihrer Konzentration die feinen neuen Wurzeln schädigen würden. Anzuchterde hingegen ist nährstoffarm und ausserdem keimfrei - also genau auf die Anforderungen der Stecklinge ausgerichtet.
Selbstbereitet:  1/2 Quarzsand, 1/2 ungedüngte Gartenerde, etwas Komposterde (Muss jedoch bei 200 Grad eine halbe Stunde lang im Backofen sterilisiert werden.)

Was ist Stecklingspulver?

Stecklingspulver ist ein Produkt auf der Basis von Bewurzelungshormonen (z.B. SERADIX von der Fa. Grünsiedl) Man taucht das untere Ende des Stecklings kurz ins Pulver, klopft Überschüssiges leicht ab und pflanzt ein. Unbedingt notwendig ist es nicht, denn die meisten Stecklinge bewurzeln auch so. Aber immerhin ein gutes Hilfsmittel, um die Bewurzelung zu beschleunigen, um "auf Nummer Sicher" zu gehen oder um kniffelige Sorten zu unterstützen.

Mit einer winzigen Prise Know-how, der richtigen Dosis Fingerspitzengefühl und einem gehörigen Quantum Liebe "blüht Ihnen" im nächsten Sommer vielleicht schon viel Selbstgezogenes...

von Vilma-Sonja Zugmaier

 


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