Eichelhäher
Der Eichelhäher gehört zu der Gattung Corvus und somit zu den Raben und Krähen. Der Eichelhäher wird ca. 30-35 Zentimeter groß und bringt dabei ein stolzes Gewicht von etwa 170 Gramm auf die Waage.Verbreitet ist der Eichelhäher ...
in ganz Europa. Bevorzugter Lebensraum sind Laub- und Mischwaldgebiete. Große Parks und Gärten sind genauso beliebt. Der Eichelhäher ist hauptsächlich an pflanzlicher Nahrung, wie Samen, Eicheln, Nüssen, Beeren, Erbsen und Äpfeln interessiert. Er mag aber auch Insekten und Larven. Während der Aufzucht gehören auch Mäuse, Jungvögel und Eier zu seiner Beute. Dies macht ihn bei Förstern und Gartenbesitzern eher unbeliebt.
Im Herbst sammelt der Eichelhäher vorwiegend Eicheln, daher sein Name, die mit Bucheckern und Nüssen seinen Wintervorrat sichern. Diese vergräbt er im Boden, oder legt Depots in Baumstümpfen an. Der Eichelhäher verfügt über eine hervorragenden Orientierungssinn und findet seine Vorräte auch unter einer geschlossenen Schneedecke wieder. Jedoch werden selten alle Vorräte im Winter benötigt. Die daraus erfolgte Keimung nennt man Hähersaat.
Der Eichelhäher bleibt ganzjährig. Lediglich die im kalten Osten lebenden Häher ziehen bei besonders kalten Wintern in die gemäßigten Zonen Europas. So kommt es alle 4-5 Jahre zu großen Häherwangerungen Richtung Südwesten Europas.
/>Eichelhäher gelten kurz und mittelfristig nicht als gefährdet, obwohl erstmals ein Rückgang in den großen Parks zu verzeichnen ist. Sie fallen wie einige wenige Vogelarten nicht unter das Naturschutzgesetz.
Der Eichelhäher zählt wie alle Krähen trotz seines krächzenden Gesanges zu den Singvögeln und ist durch seine hübschen, hellblau gebänderten Flügeldeckfedern sicherlich nett anzusehen, durch seine Art aber, besonders während der Brutzeit (März-Juli), seine Brut und sein Revier mit Nachdruck zu verteidigen und Eier sowie Jungvögel anderer Singvogelarten zu erbeuten, ist er ein nicht besonders geliebter Gast in unseren Gärten.
Richtig und wichtig es an dieser Stelle zu erwähnen ist aber auch, dass die erbeuteten Eier und Jungvögel den Bestand der heimischen Singvögel in keiner Weise beeinflussen.
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