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Wer liebt es nicht, das Vogelgezwitscher im heimischen Garten? Zugegeben, morgens, wenn man ausschlafen möchte, kann es mitunter schon störend sein. Aber andererseits ist es doch ein Zeichen von unberührter und intakter Natur! Was wäre denn ein Hof oder Garten ohne Vögel? Und gerade, wenn der Frühling erwacht, dann gehören die Vögel einfach dazu. Einer von den besonders schön singenden Vertretern ist unsere Nachtigall.
Die Nachtigall ist ein heimischer Vogel, der zu den Sperlingsvögeln gehört und in etwa 15 Zentimeter groß wird. Sie zeichnet sich durch eine braune Färbung an der Oberseite ihres Körpers und durch eine eher
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gelbe Farbe an der Unterseite aus. Sie besitzt einen rötlichen Schwanz und gelbe Beinchen.
Bei uns sind die singenden Nachtigallen genauso heimisch wie in Asien, im restlichen Europa und in Nordafrika und sogar in Australien, wohin sie gebracht wurde. Im Winter verlassen sie uns aber und ziehen in wärmere Gefilde, wie beispielsweise nach Afrika.
Was ihre Ernährung angeht, so lieben diese Vögel allerlei Gekrabbel, soll heißen: Raupen, Würmer und Insekten, aber auch Spinnen haben einen Nährwert. Diese Insekten und Käfer zu vertilgen, tut so manchem Gärtner gut. Auch Beeren stehen auf dem Speiseplan der Nachtigall, jedoch sind diese eher zweite Wahl.
Die Nachtigall baut ihre Nester, um ihre Jungen auszubrüten und aufzuziehen, vornehmlich am Boden oder Bodennähe. Sollte man also bei der Aufräumaktion im Garten auf ein solches Nest stoßen, empfiehlt es sich, dieses in Ruhe zu lassen, damit die Vögel nicht aufgeschreckt werden und sich vermehren können.
Die Weibchen legen einmal pro Jahr, bei guten Witterungsbedingungen auch zweimal pro Jahr ihre Eier und beginnen sofort mit der Brutzeit, die ungefähr zwei Wochen dauert. Wenn die Jungen geschlüpft sind, dann werden sie noch einige Wochen im Nest verbleiben, wo sie von der Mutter gefüttert werden. In dieser Zeit sollte man Abstand nehmen von solch einem Nest und die Tiere in Ruhe lassen.
Die Nachtigall benötigt für den Nestbau verschiedene Sachen, so zum Beispiel Laub, feine Äste und Moos. Lassen Sie einfach einen kleinen Haufen Gartenabfall liegen und die Vögel können sich bedienen. Wenn Sie dann noch eine Hecke oder etwas Gestrüpp in Bodennähe haben, dann sind die Bedingungen ideal.
Und wenn die kleinen Vögel flügge werden, dann können Sie stolz auf sich und Ihren Garten sein, denn hier haben Sie ein Stückchen unberührte Natur und Sie haben der Nachtigall geholfen, zu überleben. Die Nachtigall und ihre Jungen werden sich mit einem wunderschönen Gesang bedanken, der anfangs nur nachts und morgens zu hören ist, später dann aber auch den ganzen Tag genossen werden kann.
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