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Sperber
Garten im Sommer - Vögel im Garten

Sperber

Der Sperber gehört zu den Greifvögeln. Gerne beobachten wir, wie große Greifvögel am Himmel ihre Kreise ziehen und dann sturzflugartig nach unten auf ihre erspähte Beute zufliegen. Der Sperber verhält sich ähnlich, ist aber ein kleiner Vertreter der Greifvögel, den man nicht unbedingt sofort erkennt. Hinzu kommt, dass die Männchen nur etwa halb so groß sind wie die Weibchen.

Zu erkennen sind die Sperber an ihren kurzen breiten Flügeln, die am Ende abgerundet sind und an ihrem langen Schwanz. Auch die Beine sind sehr schlank und lang, mit ihren langen Zehen sind sie in der Lage, die Beute zu ...
umschließen und sie so auf unwiederbringliche Weise festzuhalten. Dabei nehmen die Sperber ihre spitzen und langen Krallen zur Hilfe.

Was die Farben des Federkleides angeht, so gibt es verschiedene Variationen. Die Männchen sind oben graublau und an der Unterseite weiß quer gestreift. Diese Streifen oder auch Bänderung, wie der Ornithologe das nennt, können aber auch orange sein. Auch die senkrechte Strichelung am Hals variiert bei den einzelnen Tieren.
Die Weibchen sind etwas farbloser, sie sind größtenteils graubraun und haben nur vereinzelt orange Federn.

Die Verbreitungsgebiete des Sperbers ziehen sich über Europa und Skandinavien bis hin nach Russland und Asien, sogar auf den Kanarischen Inseln und in Japan gibt es Sperber. In manchen Gegenden ist der Sperber ein Standvogel, das heißt, er bleibt ganzjährig dort, in anderen Gegenden, wie Skandinavien und Russland ist er ein Zugvogel und legt, wenn es kalt wird, sehr große Entfernungen zurück, um an einen wärmeren Ort zu kommen.

Die Nahrung dieses Greifvogels besteht hauptsächlich aus kleinen Singvögeln bis zu einer Größe der Amsel. Aber auch kleine Mäuse, Reptilien, und Wirbellose zählen zu den Beutetieren des Sperbers.

Die Beutetiere werden mit ungeheuer viel Wendigkeit und Arglist gejagt. Im schnellen Verfolgungsflug durch den bodennahen Luftraum und durch geschickte Ausweichmanöver an Bäumen und Hecken hat kaum ein Beutetier die Chance, zu entkommen, wenn es einmal entdeckt wurde. Sogar bis in Vogelhäuschen oder Hecken hinein wird die Beute gejagt. Ist ein Tier gefangen worden, dann wird es durch den festen Halt in den Krallen und durch die spitzen Krallen an sich getötet, also so lange festgehalten, bis es sich nicht mehr bewegt.

Der Sperber sucht sich ein Weibchen aus und lebt monogam, auch wenn es nur für eine Saison ist. Dabei versorgt er das Weibchen mit Futter während der Brutzeit. Das Weibchen bewacht das Gelege und brütet die Eier aus, anschließend versorgt sie die Jungvögel.

Die Eier müssen in etwa 35 Tage ausgebrütet werden, danach bleiben die Jungen noch etwa 4 Wochen im Nest und werden auch noch nach dem Flüggewerden von den Eltern gefüttert, so ungefähr für 3 weitere Wochen. Dann sind sie in der Lage, selbst Jagd zu machen und entfernen sich vom elterlichen Nest.

Der Sperber wurde in früheren Zeiten gejagt und getötet, wegen des Schutzes der Singvögel. Der Bestand war dadurch aber nie wirklich gefährdet.

Was allerdings große Einschnitte in der Population brachte, war die großflächige Kontamination mit dem Pestizid DDT vorrangig bei landwirtschaftlich genutzten Flächen. Der Sperber verschwand nach 1955 großflächig. Als es zum Verbot für DDT kam, erholte sich die Population des Sperbers nur langsam, in der ehemaligen DDR noch langsamer, weil hier DDT noch längere Zeit ausgebracht wurde.
Heute kann man sagen, hat sich der Greifvogel erholt und ist in seinem Bestand nicht mehr wirklich gefährdet.

Genießen Sie den Anblick eines kreisenden Greifvogels, es ist ein unheimlich beeindruckendes Naturschauspiel und man kann sagen, dass die Natur an dieser Stelle noch in Ordnung ist.
 


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