Pflanzen im Winter vorziehen

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Bereits im Winter kann mit der Planung für die Aussaat im Frühjahr begonnen werden. Dies bietet an den grauen Wintertagen schon mal einen Vorgeschmack auf den kommenden Frühling und gleichzeitig eine gewisse Vorfreude.

Zum Vorziehen eigenen sich besonders Plätze  wie warme Gewächshäuser, aber auch das Vorziehen im Haus auf der Fensterbank ist gut möglich und man kann hier sehr gute Ergebnisse erzielen, wenn man einige Regeln beachtet.

Vorzucht fürs kommende Gartenjahr

Zum Anziehen eignen sich besonders Gemüsepflanzen und Sommerblumen. Man sollte

darauf achten, möglichst frisches Saatgut zu verwenden. Falls man sich mit seinem vorhandenen Saatgut nicht sicher genug bezüglich der Frische ist, sollte man lieber neue Samen kaufen. Wurde Saatgut im Vorjahr gewonnen und wurde es kühl und trocken gelagert, kann man dieses verwenden. Wichtig ist die Frische, damit man sichergehen kann, dass es sich um keimfähiges Saatgut handelt.

Einjährige Sommerblumen eigenen sich für die frühe Anzucht im Haus. Dazu gehören beispielsweise Männertreu, Sommerastern, Edelwicken, Strohblumen, Glockenrebe, Prunkwinde und viele weitere Arten. Bei den Gemüsepflanzen eigenen sich zum Beispiel Paprika, Artischocken, Spinat, Kräuter und Knollensellerie. Hierbei handelt es sich jeweils jedoch nur um eine kleine Auswahl, auf die man sich keineswegs beschränken muss.  

Aussaat in kleine Vorzuchtbehälter

gewaechshaus2Für die Aussaat eigenen sich am Besten
kleine Kunststoff - Schalen, die auch als spezielle Anzuchtschalen im Handel erhältlich sind. Auf Grund ihres Materials halten diese Schalen über Jahre und sie können jedes Jahr neu verwendet werden. Wichtig ist, dass die Schalen sehr gut gereinigt werden, denn Jungpflanzen sind sehr anfällig für Pilzerkrankungen. Die ungedüngte Erde wird in den Schalen verteilt und glatt gestrichen. Möchte man verschiedene Sorten oder Arten in eine Schale pflanzen, empfiehlt es sich, kleine Flächen mit Hilfe von Splitstäben abzutrennen.

Nach diesen Vorarbeiten, kann man nun endlich mit der eigentlichen Aussaat beginnen. Dabei sollte man sehr feines Saatgut mit Sand vermischen, um eine bessere Verteilung beim Säen zu erreichen. Anschließend werden die Samen mit einer dünnen Schicht Erde belegt und angegossen. Es empfiehlt sich, kleine Etiketten anzufertigen, auf denen die Art, die Sorte und der Aussaattermin notiert werden. So weiß man immer um welche Jungpflanzen es sich handelt und wie alt diese sind. Um eine schnelles und gutes Keimergebnis zu erzielen, ist es zudem empfehlenswert, die Schalen mit einer Schlitzfolie oder einer Kunststoffhaube abzudecken. Dadurch wird ein ähnlicher Effekt wie im Gewächshaus erzielt.

Keimen abwarten und pikieren

Sobald die Pflanzen gekeimt sind und eine gewisse Größe erreicht haben (man sagt sie sollten mit den Fingern zu greifen sein) müssen diese pikiert werden. Dies bedeutet, dass die Jungpflanzen nun vereinzelt werden. Man kann sie entweder in kleine Töpfe pflanzen oder in so genannte Multitopfplatten. Wer sich die Mühe des Pikierens nicht machen möchte, kann schon bei der Aussaat Torfquelltöpfe verwenden, mit dem sich die jungen Pflanzen komplett verpflanzen lassen. Ein Nachteil hat diese Methode jedoch, sie ist etwas teurer, dafür spart man aber die Arbeit des Pikierens.

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Wann man die Jungpflanzen ins Freiland setzen kann, ist von der Art abhängig. Meistens geschieht dies in den Monaten April und Mai. Man sollte die Pflanzen jedoch langsam an die Freilandhaltung gewöhnen, indem man sie bereits vorher schon tagsüber nach draußen stellt. Dies sollte man jedoch nur an witterungswarmen Tagen vornehmen. So erhalten die Jungpflanzen keinen Schock und einem weiteren gesunden Wachstum ist eine gute Grundlage gegeben.