Drillingsblume überwintern

Weiß blühende DrillingsblumeDie Drillingsblume gehört der Gattung der Wunderblumengewächse an. Sie erreicht bei guter Pflege eine Höhe von gut fünf Metern und besticht durch ihren farbenfrohen Anblick. Drillingsblumen stammen ursprünglich aus Brasilien, wo man sie in vielen verschiedenen Farben vorfindet. Bei uns sind die Pflanzen vor allem in Rot, Violett oder weiß zu finden.

Die langen Ranken der Pflanze eignen sich hervorragend für die Bepflanzung an einem Spalier. In wärmeren Gegenden kann man die Drillingsblume sogar zum Bewachsen an Hauswänden verwenden. Da unsere Winter jedoch recht frostig

sind, ist dies in unseren Regionen nicht möglich. Selbst starker Regen ist pures Gift für die farbigen Blätter der Pflanze. Daher wäre es ideal, wenn Sie Drillingsblumen in Ihrem Garten pflanzen möchten, wenn Sie diese möglichst auf die Südseite setzen und vor größeren Wettereinflüssen, wie Regen und Sturm schützen. Dies kann beispielsweise durch ein kleines Dach oder durch einen Mauervorsprung geschähen. Und damit Sie auch im nächsten Jahr wieder Freude an der Farbenpracht der Drillingsblumen haben, sollten diese fachgerecht überwintert werden.

So überwintern Sie die Drillingsblumen

Die Drillingsblume ist nicht gegen Frost und Winterkälte gefeit. Deshalb sollte sie in kühlen, geschützten Räumlichkeiten, wie z. B. in Schuppen, Garagen oder Kellern überwintern. Frost darf sie jedoch auf keinen Fall bekommen. Eine dunkle Unterbringung stellt dabei aber kein Problem dar. Denn die Drillingsblume wirft einfach ihre Blätter ab. Während der Winterzeit sollte man die Pflanze nur sehr wenig gießen, aber dennoch nicht gänzlich austrocknen lassen. Außerdem sollte sie in dieser Zeit nicht mehr gedüngt werden.

Steht die Drillingsblume über den Winter in einem Raum, mit 10 bis 15 Grad Temperatur und ausreichend Licht, kann sie auch fast das ganze Jahr hindurch Blüten hervorbringen. Im Frühjahr, ab Monat Februar, sollte man sie in eine helle und warme Umgebung umsiedeln. Am besten sollte man sie direkt ins Sonnenlicht stellen. Wenn man die Triebe der ersten Blätter entdeckt, darf wieder mit dem Düngen begonnen und mehr gegossen werden. Aber bitte nie zu viel.

Die wichtigsten Tipps zur Überwinterung von Drillingsblumen:
  • Drillingsblumen sind in unseren Regionen nicht winterhart. Sie sollten die Pflanze daher schon bei Graden um die 0°C ins Haus holen.
  • Setzen Sie die Pflanze idealerweise in einem mobilen Kübel, den Sie über die Wintermonate einfach ins Haus holen können. 
  • Bevor Sie die Pflanze in ihr Winterdomizil bringen, schneiden Sie diese um etwa zwei Drittel zurück. 
  • Stellen Sie diese in einen kühlen Raum -10°C wären hier optimal. Achten Sie jedoch darauf, dass dieser unbedingt frostfrei ist. Ideal wären hier Keller, Garagen oder Wintergärten. 
  • Der Raum muss nicht zwingend beleuchtet sein. 
  • Gießen Sie die Drillingsblume nur unregelmäßig. Achten Sie jedoch darauf, dass diese nicht zu trocken steht. 
  • Nicht düngen! 
Ab Februar beginnt in der Regel der Neuaustrieb. Stellen Sie die Drillingsblume an einen hellen, warmen Platz. Dann entwickelt sich die Pflanze und deren neue Triebe hervorragend. Sobald sich die Blätter eingefärbt haben, können Sie die Pflanze
wieder ins Freie räumen. Dies geschieht meist zum Mai hin. Dann können Sie die Drillingsblume auch wieder regelmäßig düngen.

Violett blühende DrillingsblumeArtenvielfalt der Drillingsblume

Einige weit verbreitete und

beliebte Arten der Drillingsblume sind:
  • Bougainvillea x buttiana, sie besitzt stark gewellte Hochblätter
  • Bougainvillea glabra, diese blüht vom Sommer bis in den Herbst, ihre Blätter sind halbglänzend
  • Bougainvillea spectabilis, ihre Blätter haben weiche Haare, wird etwas größer als ihre Verwandte und zeichnet sich durch ihre höhere Kälteunempfindlichkeit aus, sie beginnt schon im Frühjahr mit der Blüte, bis in den Juni
Pflege der Drillingsblume

Im Normalfall lässt sie sich am Besten in einem Kübel halten. Ihre Pflege ist eigentlich sehr einfach. Gießen sollte man sie nur wenig. Dennoch darf sie nicht austrocknen. Am besten gießt man sie leicht, wenn die obere Erdschicht trocken geworden ist. Gießt man sie übermäßig, kann es zu starkem Blattwuchs und verringerter Blüte kommen.

Drillingsblume düngen

Wichtig ist, dass sie regelmäßig und großzügig gedüngt wird. Dafür verwendet man einfach einen normalen Flüssigdünger. Während der Blütezeit sollte das Düngen alle 7 bis 14 Tage erfolgen.

Zurückschneiden der Drillingsblume
Dieses sollte am Besten im Frühjahr vorgenommen werden. Sobald die neuen Triebe sichtbar werden. Dabei dürfen alle seitlich auftretenden Triebe am Ansatz abgetrennt werden. Dies sorgt im Sommer für schöne und starke Blütentriebe. Die Drillingsblume ist ausgesprochen widerstandsfähig und erholt sich schnell, auch von sehr starken Rückschnitten. Durch häufigen und strengen Rückschnitt kann man sie auch zum Busch oder Baum ziehen, da der Haupttrieb dabei immer stärker verholzt. Wenn es im Frühling mit dem stutzen mal nicht klappt, kann man dies auch im Herbst nachholen. Jedoch muss man bei einem späten Zurückschneiden auch mit später Blüte rechnen.

Vermehrung der Drillingsblume
In der Natur wird diese Blume durch Vögel bestäubt. Ansonsten lässt sie sich nur künstlich vermehren. Das ist aber nicht unbedingt ratsam. Wenn man es versuchen möchte, dann mit Setzlingen und im Sommer. Diese sollten ca. 30 cm lang sein und dann abgeschnitten werden, um sie zu verpflanzen. Dabei braucht es eine hohe Bodentemperatur, am besten um die 25°C. Auch Absenker sind möglich, diese bekommen schnell Wurzeln, brauchen aber sehr lange bis zur ersten Blüte.

Standort für die Drillingsblume
Die Auswahl des richtigen Standortes sollte nach folgenden Aspekten erfolgen:
  • sehr sonnig, angenehme warme Temperatur und luftig
  • geschützt vor Wind und Regen
Schädlingsbefall und Krankheiten
Die Drillingsblume zeigt auch in diesem Fall ihre Vorzüge. Sie ist ausgesprochen unempfindlich gegen eine Vielzahl von Schädlingen und diverse Krankheiten. So muss man sich darum kaum Sorgen machen.

Drillingsblume umtopfen
Sie sollte am besten nur sehr selten umgetopft werden. Wenn, dann immer im Frühling. Die Drillingsblume besitzt ausgesprochen zarte Wurzeln, die schnell mit einem stockenden Wachstum reagieren können.

Pflegetipps in Kürze
  • Wenn die Drillingsblume sehr schnell wächst, kann eine Rankhilfe Abhilfe schaffen.
  • Hilfreich zur Abhärtung der Drillingsblume ist es, sie ab und an in den Schatten zu stellen, das macht die Blätter widerstandsfähiger.
  • Während der Überwinterung sollte der Raum, in dem die Drillingsblume untergebracht ist so oft wie möglich gelüftet werden.
  • Am besten eignet sich Substrat zum Pflanzen.
Vor und Nachteile der Drillingsblume

Im Großen und Ganzen ist sie eine sehr schöne und genügsame Blume, die lange Freude bereiten kann. Allein durch ihre Unempfindlichkeit gegenüber einem Befall mit Schädlingen und Krankheiten. Sie ist leicht zu pflegen und bietet ein tolles Farbspektrum zur Auswahl. Besonders beeindruckend ist die Optik der Blüten Hochblätter. Außerdem bietet sie vielfältige Möglichkeiten, indem sie sich leicht zum Baum oder Busch ziehen lässt. Nachteilig sind höchstens ihre Frostempfindlichkeit und das zarte Wurzelwerk. Allgemein kann man sagen, dass die Drillingsblume eine tolle Bereicherung für diverse Wintergärten, geschützte Hauswände oder Terrassen ist.